Dreifach-Sieg des BSC Süd 05 in Ziesar

In Anbetracht der teilweise sehr knappen Zwischenstände war das 4. Ziesaraner Rundstreckenrennen, nicht nur der letzte Lauf, sondern auch sehr entscheidend für die finale Gesamtwertung des 5. Kloster-Cups, unserer regionalen Rennserie. Die auf dem Papier leicht erscheinende Rundstrecke im Gewerbegebiet Ziesar sollte es aber in sich haben.

Nach den zahlreichen Kinder- und Jugendrennen startete das ABC-Lizenzrennen (C = Einstiegslizenz, A = zweithöchste im deutschen Radsport). Trotz des uneinholbaren Vorsprungs von Sascha Dittfurth (SV Kloster Lehnin) in der Kloster-Cup-Lizenzwertung, wollte sich Dominic Weinreich (BSC Süd 05) nicht kampflos auf den zweiten Rang verweisen lassen und fuhr ein beherztes Rennen. Die ersten Runden auf dem noch nassem 2,1-km-Kurs waren durch abwechselnde Attacken der überlegenden Bundesligateams Ur-Krostitzer Biehler und KED-Stevens geprägt, bis sich jeweils ein Fahrer von eben diesen Teams absetzen konnte. Somit lastete die Nachführarbeit auf den übrigen Fahrern. Gemeinsam mit Steven Schreiber (OSC Potsdam) setzten Dominic immer wieder Akzente, konnte den Vorsprung der beiden Ausreißer aber kaum verringern oder für eine weitere Selektion sorgen. In der letzten Runde setzte Steven, etwa 300 Meter vor der Ziellinie, Dominic ganz vorn ab. Für den finalen Spurt waren die anderen Mitfahrer aber einfach zu stark – trotzdem blieb ihm die erste Platzierung in einem Lizenzrennen mit Platz 10.

Das erste Hobbyrennen der Frauen und der Männer Ü 50 startete bereits mit einer Verspätung von 30 Minuten auf der abgetrockneten Strecke. Die „Einführungsrunde“ sorgte schon für einige Lücken im Feld, sodass Mareen Höntze und Sarah Hoffmann (beide BSC Süd 05), die ihre ersten beiden Plätze in der Kloster-Cup-Frauenwertung nicht mehr verteidigen mussten, da Nadine Passler (Grebser Cyclingteam) nicht startete, das Tempo des Feldes nicht mitgehen konnten. Trotzdem gaben die beiden alles, um auch in der Gesamtwertung des Kloster-Cups gut platziert zu bleiben.

Vorn im Feld beherrschten die Südler das Rennen – jede Attacke wurde im Keime erstickt. Den Prämiensprint zur Rennhälfte gewann Ullus Kabelitz souverän und durfte sich dafür einen der vielen hochwertigen Sachpreise aussuchen. Auch nach dem Sprint lag das Rennen in der Hand von Bernd Lüneburg, Ullus Kabelitz und dem frischgebackenem Deutschen Meister Calle Sänger (alle BSC Süd 05). In der letzten Runde ging es dann im geschlossenen Feld um den Sieg – Bernd mit einem langzogenen Sprint souverän vor Ullus und Calle – DREIFACHSIEG! Bei den Frauen gewinnt Theresa Roscher (1. RSV Germania Gräben), als einzige Frau im Führungsfeld, vor Sarah und Mareen.

Das letzte Rennen des Tages startete dann mit 45 Minuten Verspätung. So kamen zwischenzeitlich schon Ideen auf, die Weltmeisterschaft im Straßenrennen übers Smartphone auf dem Lenker zu verfolgen, scheiterte aber letztlich am schlechten Mobilfunk-Netz. Demzufolge sollte das Rennen doch zum Highlight werden. Gewohnt ruppig ging die Startphase zu – einer attackiert, einer geht hinterher, alle rollen zusammen – sodass sich das Feld früh auf etwaige Podiumsanwärter reduzierte. Taktik sollte es sein, Steffen Bäwert (BSC Süd 05) so gut wie möglich über die Runden zu bringen, um ihn für die starken Leistungen als Anfahrer in den vergangenen Rennen mit einem Podiumsplatz zu belohnen. David Weinreich (BSC Süd 05) übernahm dabei die Rolle als Zugpferd und versuchte die Tempoverschärfungen durch moderates hohes Tempo zu unterbinden. Infolge der Attacken fanden sich die übrigen Südler in der Verfolgergruppe wieder und drückten dort ordentlich aufs Tempo, sodass sich auch diese zersprengte.

Als es etwa nach dem ersten Renndrittel wie aus Eimern anfing zu regnen, wurde das „Pflaster“ der Strecke immer rutschiger und die Sicht erschwert. Ob man bei diesen Wetterbedingungen so in eine Kurve gehen muss, dass einige Fahrer darunter auch Steffen keine andere Möglichkeit hatten, als geradeaus in den Rasen zu fahren, muss jeder selbst wissen… David wartete auf seinen Kapitän und versuchte in Kamikaze-Methode die große Lücke zum Hauptfeld zu schließen. Auch Jens Woelke (BSC Süd 05) raffte sich auf und nahm bei der Überrundung einige Führungsmeter ab. Doch wie es immer so ist, wurden alle Mühen nicht belohnt und Steffen blieb nur der 8. Platz. Der Sieg ging an Kay Hoffmann vom RSC Großbeeren – allen Platzierten unseren herzlichen Glückwunsch!

Die Zielverpflegung war leider schon abgereist, bevor der letzte Fahrer überhaupt das Ziel erreichte und so traten wir mit etwas Murren und Knurren (im Magen) die Heimreise an. Trotzdem sind wir gespannt auf die Endstände des Kloster-Cups, denn bis auf das letzte Rennen, können wir sehr zufrieden mit dem Renntag sein.

 

D.W.

 

Bilder


 

Die goldene Ananas…

Am vergangenen Wochenende machte sich ein kleines Grüppchen der Brandenburger auf den Weg ins Sachsenland nach Torgau. Kleiner Zwischenstopp im Nuthetal – Steffen wollte sich beim Nuthetaler Crosslauf, wie man so schön sagt, schon einmal eine Pfeife für den folgenden Tag anrauchen, was nach langer Verletzungspause zum 5. Gesamtplatz reichte. Da am Samstag Regen und Wind den Tag bestimmten, fiel das Anheizen auf dem Rad auch recht kurz aus. So konnten wir allerdings in der Pension gemütlich den Kampf um die Podiumsplätze der Vuelta verfolgen oder ein Mittagsschläfchen halten. Am Abend holten wir schon unsere Startnummern für den Folgetag und stärkten uns beim Italiener. Zum Leiden von Robert und Steffen wiederholte David zum wahrscheinlich 100. Mal die Taktik, die Schlüsselstellen und die Konkurrenten. Glücklicherweise bestätigte der doppelte Sieger des Heideradcups Thomas Hauff (Velofanatics Altlandsberg) das Gleiche am Telefon, denn durch eine Familienfeier hatte er keine Chance zur Titelverteidigung. Aus diesem Grund fehlte uns leider der 4. Fahrer für die Teamwertung der Renngemeinschaft BSC Süd 05/Velofanatics. Somit konnten wir alles auf den Podiumsgaranten aller Sportarten setzen, dem aber noch ein Podiumsplatz im Straßenrennen auf dem Palmarès fehlte. Das Rätsel ist nicht schwer, natürlich war Robert der Kapitän!

Am nächsten Morgen konnten wir durch die humane Startzeit von 11.45 Uhr in aller Ruhe Frühstücken, die Sachen zusammenpacken, die Startnummern am Trikot befestigen und David zum 101. Mal die Taktik sabbeln lassen, bevor es nach Torgau ging. Dort angekommen stellten Robert und Steffen fest, dass sie sich beide einen Platten eingefahren hatten – also haben wir das schnell noch behoben, bevor es ans Warmmachen ging. Das Startfeld der 70 km war mit fast 400 Teilnehmern auch das größte der Veranstaltung –glücklicherweise starteten wir aus dem Startblock A. Durch den starken Wind war der Start des Rennens relativ langsam. Zwar gab es einige Attacken, doch diese neutralisierten die eigenen Teammitglieder der jeweiligen Mannschaft meistens selbst, sodass sich Robert und Steffen, zumindest am Anfang noch etwas zurückhalten durften. David baute auf seine Streckenkenntnis und versuchte im ersten Drittel das Feld durch etwas Tempo an den Wellen das Feld lang zu machen. Auch Läufer-Ass Steffen konnte in der ersten Hälfte des Rennens mehrere Akzente setzen und sich im vorderen Teil des Feldes behaupten, während Robert sich weiter bedeckt hielt. Nach 35 km erwartete uns die Schlüsselstelle des Tages, ein Anstieg, der zwar nicht steil und lang war, dafür aber windanfällig und somit perfekt für die geplante Attacke unseres Kapitäns. Die Lücke ging schnell auf, zwei weitere Fahrer können ihm vorerst folgen – unter anderem Matthias Lechler vom Grebser Cyclingteam. Das Feld fiel infolge der Attacke in viele kleine, lang gezogene Gruppen. Steffen und David konnten sich dabei vorne halten und mithilfe von Benjamin, ebenfalls Grebser Cyclingteam, das Tempo etwas verschleppen. Doch das wohl stärkste Team des Tages – Lucky Bike Team – hatte noch keinen Fahrer in der Gruppe und somit folgten immer wieder Angriffe, komischerweise auch, wenn sich schon ein Teammitglied auf der Jagd zur Spitzengruppe befand. So dauerte es eine Weile, bis ein Fahrer des Teams nach vorne kam. Im Feld gab es allerdings immer noch einige Fahrer, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatten und mit aller Kraft versuchten die Gruppe zurückzuholen. Währenddessen konnten die Ausreißer in gleichmäßig hohem Tempo ihren Vorsprung ausbauen, auch wenn sich von den vier Fahrern an der Spitze, lediglich drei an der Führungsarbeit beteiligten. Als klar war, dass Robert und seine Mitstreiter durchkommen werden, sah man im vorderen Teil des Feldes Fahrer, die es sich nach 69 km Windschattenfahren im Sprint um die Goldene Ananas noch einmal beweisen wollten.

Mit einer guten Minute Vorsprung ging die Führungsgruppe um Robert auf die Zielgerade – Sascha Böhm vom Lucky Bike Team eröffnete den Sprint früh, Robert konnte mitgehen und zog seinen Spurt wenige Meter zu spät an, sodass er etwa um eine halbe Radlänge geschlagen wurde. Matthias Lechler verpasste das Podium unverdient knapp, da der vierte Mitfahrer der Gruppe, der sich nicht an der Führungsarbeit beteiligte, wohl doch noch sprinten musste. Beim Einrollen des Verfolgerfeldes, belohnte sich Steffen mit dem 3. Platz der Altersklasse Männer für die starke Teamarbeit. David kam zwar gut nach vorn, wurde aber zum Schluss eingebaut, sodass es nur zum 5. Rang der Altersklasse reichte.

Auf dem Festplatz konnten wir bei Sonnenschein und ausgezeichneter Zielverpflegung den Podestplatz für Robert feiern, das Rennen auswerten und uns mit bekannten Gesichtern austauschen. Für uns eine Veranstaltung die Maßstäbe setzte – eine komplett abgesperrte Strecke, die auch noch selektiv und abwechslungsreich war; eine Zielverpflegung, die keinen Wunsch offen ließ und eine super Stimmung! Einzig und allein die Ehrung der Platzierten hätte etwas ausführlicher ausfallen können – bei weit über 300 Startern sollte nicht nur der erste einer Altersklasse auf das Podest gerufen werden. Somit durften trotz zwei Podestplatzierten nur Robert als Gesamt 2. auf das Podium steigen. Für Steffen gab es als „Trostpreis“ allerdings 2,5 Liter alkoholfreies Hefeweizen von der Zielverpflegung, auch wenn uns ein Pokal lieber gewesen wäre.

Trotzdem sind wir sehr zufrieden und stolz auf die gezeigten Leistungen – so kann es weitergehen!

D.W.


 

25 Teams knackten beim PZF des BSC Süd 05 die 40 km/h-Grenze!

Im havelländischen Barnewitz startete am vergangenen Sonntag, bei optimalen Bedingungen, die Abteilung Radsport vom BSC Süd 05 das 11. Paarzeitfahren mit rekordverdächtigen 75 Teilnehmerpaaren. Die Teams kamen nicht nur aus der Region, sondern auch aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen Anhalt, Hessen, Thüringen und  aus Mecklenburg Vorpommern. Aus Fairplaygründen wurde in den Wertungen zwischen Hobby- und Lizenz-Fahrern unterschieden. Die beiden besten Teams kamen auch aus dem Lizenzbereich: Radkampf Brandenburg I mit Philipp Schalinski und Sascha Dittfurth fuhren nach 31:29 min. über die Ziellinie des 25-km-Rundkurses, der auch drei Steigungen beinhaltete. Am Ende ergab das ein Tempodurchschnitt von 47,14 km/h (!). Zweiter mit nicht einmal einer Sekunde Rückstand wurde das Team „Wadentest sehr gut““, dass aus dem Süd-Radrenner und Nachwuchstalent Dominic Weinreich sowie dem Magdeburger Tino Bleck bestand. Den dritten Gesamtplatz und gleichzeitig den Sieg bei den Paaren ohne Lizenz holte sich das Grebser Cycling Team I mit Ex-Triathlonweltmeister Franz Löschke und Benjamin Passler, die nach 32:12 min. über die silberne Ziellinie spurteten.

Insgesamt 25 Teams knackten die magische Grenze von 40 km/h-Durchschnittsgeschwindigkeit - was für ein hohes Leistungsniveau spricht.

Mit den Grebsern Klemens und Nadine Passler (36:22 min.) sowie den Gräbenern Daniel Lahn und Theresa Roscher (36:44 min.) schafften auch zwei Mix-Teams die 40 km/h-Grenze. Das schnellste Frauenteam kommt aus dem Hause des Gastgebers BSC Süd 05: Sarah Hoffmann und Mareen Höntze fuhren nach 39:08 min. ins Ziel an der Freiwilligen Feuerwehr. Deren Team unterstützte den Veranstalter inzwischen schon traditionell bei der organisatorischen Absicherung und bei der kulinarischen Versorgung. Dafür vielen Dank!

Alle Fahrer wurden vom Moderatorenteam Christian Petersen, der es auf der Bahn in jungen Jahren bis zum Junioren-Europameister schaffte, und Hans-Christian Fauth vorgestellt. Dem zahlreich erschienenen Publikum wurden auch interessante Einblicke in die Radsportwelt gewährt. Vor und während der Siegerehrung gab es noch reichlich Gelegenheit sich bei Radler, Kuchen und Bratwurst über den Radsport auszutauschen.

In den letzten Jahren endete die Kloster-Cup-Serie mit dem Paarzeitfahren des BSC Süd 05. Dieses Jahr wartet allerdings noch eine 6. Veranstaltung, das Ziesaraner Rundstreckenrennen, auf die Aktiven - bevor dann am 21. Oktober 2017 der Meister aller Klassen in Kloster Lehnin geehrt wird.

Anmeldungen sind noch unter www.1radsportverein-germania-graeben.de möglich!

 

René Paul-Peters

 

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8. Markgrafentour "Rund um Lehnin" 2017

Zur Austragung der Markgrafen-Tour 2017 in und um Lehnin, im Rahmen der Rennradsportserie des Kloster-Cups 2017, zeigte sich der Wettergott am Sonntag, den 27. August abermals sehr gnädig und gewährte den Radsportlern und den Veranstaltern des ortsansässigen SV Kloster Lehnin einen tollen äußeren Rahmen.

Diese Veranstaltung erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei den regional aktiven Radsportlern, so dass die Veranstalter ein Teilnehmerfeld von 77 Fahrern auf die Strecke schicken konnten.

Gestartet wurde die Markgrafen-Tour 2017 wieder auf dem Markgrafenplatz in Lehnin, jedoch führten die Organisatoren des SV Kloster Lehnin in diesem Jahr das Fahrerfeld in gebremstem Tempo auf eine Einführungsrunde durch ihren Heimatort, um sich als regionales Radsport-Event den Lehniner Bürgern zu präsentieren.

Dann führte die Route wieder zum Truppenübungsplatz, wo ein fliegender Start erfolgte und ein richtiges Radrennen im Wettkampf-Modus mit individueller Zeitnahme über insgesamt 52 km startete.

Es entwickelte sich ein sportlich hochklassiges Radrennen, welches der Sportfreund Marco Brußies aus Thyrow vom RadteamSeidel im packenden Zielsprint knapp vor Dominic Weinreich aus Brandenburg vom BSC Süd 05 Brandenburg und Ingolf Schneider aus Potsdam für sich entscheiden konnte.

In der Damenwertung ging der Siegerpokal an Sandra Stoy aus Naunhof vom Team Muldental, auf den Plätzen folgten Sarah Hoffmann und Mareen Höntze aus Brandenburg vom BSC Süd 05 Brandenburg.

Der Abschluss des Renntages erfolgte bei Bockwurst und erfrischenden Getränken wieder auf dem Markgrafenplatz, wo auch die Sieger und Platzierten geehrt wurden.

Trotz positiver Rückmeldungen vieler Teilnehmer, versprechen die Veranstalter der Markgrafen-Tour für das nächste Jahr eine Ehrung sämtlicher Altersklassen.

Das Organisationteam der Markgrafen-Tour 2017 bedankt sich ausdrücklich für die Unterstützung und großartige Hilfe bei den Einsatzkräften der Revierpolizei Lehnin und der Rettungswagen des Unternehmens PROMEDICA sowie den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Trechwitz. Weiterhin gilt ein großer Dank für die Unterstützung bei der Durchführung der diesjährigen Markgrafen-Tour dem Lehniner Renault-Autohaus WEINREICH sowie dem EDEKA-Markt Carmen Schmidt in Lehnin, als auch den vielen freiwilligen Helfern.

Abschließend wünschen die Veranstalter der Markgrafen-Tour 2017 den beiden gestürzten Sportfreunden, die das Rennen leider nicht beenden konnten, eine gute Besserung und Genesung.

 

Bodo Resech, Organisationsteam der Markgrafen-Tour 2017, SV Kloster Lehnin

Ergebnisse


3. Bergzeitfahren des BSC Süd 05 – Kotzen wird international!

 

Zur erneuten radsportlichen Herausforderung in der Region gestaltete sich das 3. Kotzener Bergzeitfahren mit Start & Ziel in Rhinsmühlen. Bei besten äußeren Bedingungen in puncto Wetter und Straßenzustand, in landschaftlich reizvoller Alleenlage, waren sich wieder Veranstalter und Sportler/-innen einig: Kotzen war wieder Klasse! Das hat sich offenbar immer weiter rumgesprochen, dass sich hier eine „kleine aber feine“ Radsportveranstaltung etabliert hat. So kamen neben dem vereinstreuen Süd-Radsportler Reinhard Jung aus Ballstedt bei Erfurt, Wolfgang Wittchen aus Kamenz, für den SV Kloster Lehnin startend, mit Mathias Kemnitz von Schüco Sports Bielefeld, weiteren Potsdamern und Berliner Aktiven, mit Rares Dumitrascu ein rumänischer Starter nach Rhinsmühlen!

Da bekanntlich jeder in seinem Umfeld von seinen Erlebnissen berichtet, braucht da der Abteilung Radsport des BSC Süd 05 um die zukünftige Beteiligung nicht bange zu sein...

Mit 81 eingegangenen Meldungen kamen letztlich 77 Radsportler/-innen an den Start, der in bewährter Weise vom Altaktiven Michael Schiffel aus Brandenburg vorgenommen wurde. In wechselseitiger Moderation zwischen Altchampion Christian Petersen und H.-Christian Fauth gingen diese im 90-Sekunden-Abstand auf die 12,2 km-Strecke mit ihrem 12%igen Anstieg auf die Anhöhe des Hohen Rotts, was nach der Wende am Ortseingang Nennhausen eine Abfahrtsgeschwindigkeit von runden 70 km/h mit sich brachte!

Zwei Veränderungen zum Vorjahr waren die „Vorgabe“ für neue Ergebnisse. Zum einen stellte sich Vorjahres-Sieger Robert Richter (BSC Süd 05 Brandenburg) nicht dem Wettbewerb, zum anderen wurden erstmals C-Lizenz-Radsportler für die Veranstaltung zugelassen. Und letzteres war dann ja zum Gradmesser des Leistungsunterschiedes zwischen den Freizeitsportlern und den ambitionierten Hobbysportlern mit Lizenz, die nach exakten Trainingsplanvorgaben agieren. So kam mit Kay Hoffmann (RSC Großbeeren) als schnellstem Freizeit-Teilnehmer, mit einem Ergebnis von 18:05,740 min (40,78 km/h) und Sascha Dittfurth (SV Kloster Lehnin) als C-Lizenz-Starter, mit 16:21,342 min (45,12 km/h) schon ein sichtbarer Unterschied in die Ergebnisliste.

Besonders hervorzuheben sind aber immer wieder die beachtlichen Leistungen unserer Rennamazonen. Schnellste Frau war Mareen Höntze (BSC Süd 05 Brandenburg) mit 20:58,772 min (35,17 km/h) vor Nadine Passler (Grebser Cycling Team) mit 21:02,819 min (35,06 km/h) und Ariane Niendorf (SV Wasserfreunde Brandenburg) mit 22:55,420 min (32,19 km/h).

Der BSC Süd 05 - Abteilung Radsport konnte schließlich mit einer sturzfrei verlaufenen und durch die örtlichen Akteure der FFw Kotzen, dem Amt Nennhausen und Hanna's Waldgaststätte bestens abgesicherten Veranstaltung Lust auf das 2018er Bergzeitfahren machen.

Alle weiteren Ergebnisse können unter www.radsport-sued05.de eingesehen werden. Der daraus resultierende Stand in der Kloster-Cupwertung 2017 steht unter www.klostercup.de ab dem 24.07.2017 zur Verfügung.

 

H.-Christian Fauth

Bilder Strecke oder Start/ Ziel


Aufgrund der Empfehlung durch unsere Altlandsberger und der nicht genehmigten Wildcard für die deutschen Meisterschaften im Männerballett nahmen unsere Neo-Mountainbiker Robert Richter und David Weinreich am Wochenende beim MTB-Marathon in Biesenrode teil. Die Organisatoren sorgten perfekt für das Wohl der Sportler. So konnten wir schon am Samstag unser Lager auf dem umfunktionierten Sportplatz aufschlagen. Etwas später zum Kaffee besuchten wir ein Örtchen weiter die Velofanatics und genossen den Ausblick auf die Rammelburg, ohne Vorahnung was uns noch bevor stand. Um 18.00 Uhr startete nämlich das Auftaktbergzeitfahren in Aussicht auf Zeitbonifikationen für den MTB-Marathon am folgenden Tag. In Roberts Abwesenheit wurde schon einmal um seine Endzeit beim Bergzeitfahren gewettet. Beim Trudeln in das Dorf Biesenrode merkte David, dass das kleine Kettenblatt nach neuer Kette praktisch unfahrbar war. Auch die Jungs von der Bikeschmiede in Biesenrode konnten bis auf eine Feile zum Entgraten des verschlissenen Kettenblattes nicht helfen.

 

Um 18.00 Uhr ging es dann los zum Bergzeitfahren über 700 m mit einer durchschnittlichen Steigung von 9 %. Trotz der durch die Natur gegebenen Startrampe war die Schwungaufnahme eher eine Geschwindigkeitsabnahme, denn nach oben hin wurde der Anstieg immer steiler. Mit David im Blick zog Robert als dritter Starter los. Was Robert noch nicht wusste, wenn er unter 2 Minuten fährt, gewinnt David eine Wette. Knapp vor Robert kam David ins Ziel - Robert knackte natürlich die 2-Minuten-Marke und schmiss sich ins Feld. Der Perfektionist ärgerte sich darüber, dass er es nicht noch einen Gang schwerer gemacht hatte. Nach kurzer Verschnaufpause gesellten wir uns zu den Fahrerfrauen der Altlandsberger und allen Dorfbewohnern, die sich an der Strecke verteilt hatten, um die später startenden Velofanatics anzufeuern. Knapp, aber verdient, kam Robert mit einer Zeit von 1:59:30 min (Ja die Zehntel waren entscheidend!) auf den dritten Rang und erhielt dadurch eine 10-Sekunden-Zeitbonifikation. David gewann das vereinsinterne Duell um Zehntel gegen die Altlandsberger.

 

Am Abend ließen wir den Tag mit jeder Menge Kohlenhydrate und viel Spaß ausklingen, um am nächsten Tag fit zu sein.

 

Bei einem netten „Biker-Frühstück“, ebenfalls Bestandteil der Veranstaltung, konnten wir uns vor dem Start noch einmal etwas stärken. Allerdings hatte der Teamkollege Vadim (Team Fahrradhaus Richter) ein ähnliches Problem wie David und so gab es für beide noch eine extra Portion für die anstehenden Torturen. Glücklicherweise hatten wir uns nur für die 60 km-Strecke angemeldet, denn das Bergzeitfahren steckte uns irgendwie noch ganz schön in den Muskeln. Um 9.00 Uhr erfolgte dann der Start für die 90 km-Starter. Zwanzig Minuten später waren wir dann an der Reihe. Glückspilz Robert durfte durch seinen dritten Rang im Bergzeitfahren 10 Sekunden vor den anderen Teilnehmern des BZF und 40 Sekunden vor allen anderen starten. Damit konnte er sich für die ersten Meter aus dem Gedrängel halten und das Jubeln aller Dorfbewohner für sich alleine genießen. Die Lücke zu Robert wurde von den Favoriten ziemlich schnell zugefahren, sodass auch David den knallblauen Anzug auch mal von etwas näher betrachten konnte. Das änderte sich aber recht schnell wieder, denn David musste übersetzungsbedingt ja ein ordentliches K3-Training am Berg fahren. Robert zog also zumindest am Berg dem Großteil des Feldes davon.

 

David fand in seinem Teamkollegen Thomas Hauff (Velofanatics Altlandsberg) seinen Konkurrenten des Tages. In den Anstiegen hatte David die Nase vorn und im Flachen und vor allem in den Abfahrten, konnte Thomas die Meter wieder zu fahren. Ähnlich war es bei Robert, so konnte er in den Abfahrten staunen, wie man als „Nicht-Weichei“ einen solchen Singletrail hinunter ballert. Neben den vielen Anstiegen, Singletrails, Abfahrten und Schotterwegen kam ein Highlight kurz vor Ende der Runde. Die Wasserdurchfahrt durch die Wipper. Mit zu viel Respekt und einem viel zu leichten Gang wollte Robert liegenderweise doch fast eine Pause in dem schönen Gewässer machen, ehe er doch noch den richtigen Gang fand und ohne Päuschen aus dem Bach kam. Bei Davids Begleiter war das komplett anders herum, er war nämlich so schnell, dass er sich an einem Stein im Flussbett den Reifen aufschlitzte. So gingen Robert und David jeweils allein auf die zweite und letzte Runde. Im sehr professionell gestalteten Start-/Zielbereich und der darin liegenden Verpflegungszone konnten sich beide noch ein Gel erhaschen. Nach einigen Metern auf der zweiten Runde, konnte David seinen Augen kaum trauen, als er den blauen Anzug in geringer Entfernung noch einmal sehen konnte. Robert wollte ihn wohl wieder in der Hoffnung lassen, dass er gar nicht so schlecht ist. Das relativierte sich allerdings recht schnell, als Robert die Strecke dann besser einschätzen konnte und den Turbo zündete. Zum Schluss verpasste er die Top Ten ziemlich knapp und belegte Rang 12 (AK 9.). Für David wirkte die zweite Runde quasi unendlich – jeder Anstieg tat richtig weh. Trotz des Kettenblatt-Problems erreichte er den 22. Gesamtrang und in der AK U 23 den 1. Platz.

 

Nach dem Zieleinlauf war die Möglichkeit gegeben, unsere verhunzten Räder an der ebenfalls gestellten „Bike-Wash-Anlage“ wieder etwas zu säubern.

 

Im Schatten des Brandenburger Lagers konnten wir die weiteren Zieleinläufe bejubeln. Alle Brandenburger und Altlandsberger sind mehr oder weniger unbeschadet ins Ziel gekommen. Diese Veranstaltung im so unscheinbaren Ort Biesenrode setzte neue Maßstäbe in Sachen Wettkampf-Organisation. Uns hat es großen Spaß gemacht und an nichts, außer etwas Kraft in den Beinen, gefehlt. Weiter so!

 

D.W.


Das 8. Rundstreckenrennen „Rund um die MEBRA“ im SWB-Gewerbepark wartete am vergangenen Wochenende mit einem Novum auf. Erstmalig ging es für die Hobbyfahrer über 30,5 km und für die ambitionierten Radsportfreunde im Kriterium über 32,5 km, rund um das MEBRA-Gebäude, wo früher noch die Schornsteine der Siemens-Martin-Öfen qualmten.

Nostalgie war aber fehl am Platze, denn unter den 93 Teilnehmern waren zum Teil namhafte Aktive (aktuelle C-Lizenz- und sogar ehemalige Bundesligafahrer) von Magdeburg bis Altlandsberg und Brandenburg bis Erfurt, mit Rennradtechnik vom Feinsten, am Start.

So ließen Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 42 km/h (!) bereits im Rennen 1 nicht lange auf sich warten. Beim Kriterium wurde sogar an der 43 km/h-Marke gekratzt.

Wegen Mangels an Beteiligung mussten die angesetzten Bambino-, Kinder- bzw. Jugendrennen zu einem Rennen zusammengefasst werden. Hier darf ernsthaft die Frage erlaubt sein, warum der heutige Nachwuchs nicht die Möglichkeit nutzt, auf einer voll abgesperrten Strecke - was in der Region seinesgleichen sucht - sich sportlich fair richtig auszutoben. An der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung kann es nicht gelegen haben. Denn von den anwesenden Vereinen und Einzelpersonen aus Großbeeren, Kloster Lehnin, Berlin, Luckenwalde usw. erhielten die Mitglieder des BSC Süd 05 durchweg gute Noten für die Organisation.

Wenn sich früher viele Zuschauer so ein Radsport-Highlight nicht entgehen lassen wollten, dann verlaufen sich heute nur noch wenige Zaungäste am Straßenrand.

Als hiesiger Radsportverein durften wir uns natürlich davon nicht beeindrucken lassen. Der Sport stand im Vordergrund und hier galt es Akzente zu setzen. Leider war schon im Vorfeld klar, dass wichtige Brandenburger Leistungsträger fehlen werden - darunter auch der Titelverteidiger!

So mussten die anderen BSC Süd 05-Vertreter alles geben, um sich im starken Fahrerfeld zu behaupten. Das gelang u.a. im Kriterium Bernd Lüneburg und im Hobby-Rennen Ullus Kabelitz. Ganz stark fuhren in ihren Altersklassen (AK) Torsten Lieseke, Reinhard Jung und Ronald Bertz – der Lohn war das Siegerpodest!

Besonders kräftig leuchteten die Stadtfarben für unsere Damen. So belegte in der AK 1 Maria-Theresa Janeck den 1. und Sarah Hoffmann den 2. Platz, sowie Mareen Höntze in der AK 2 ebenfalls den 1. Platz. Die weiteren Ergebnisse unter www.radport-sued05.de.

Alle Ehrungen wurden vor der neu gestalteten Sponsorenwand vorgenommen. Selbstredend fanden darauf nur unsere Hauptsponsoren und Förderer einen Platz. Deshalb an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die nicht darauf befindlichen Unterstützer, dem Kreissportbund PM, natürlich der MEBRA, der Meistertischlerei Ingo Dierich, dem Autohaus Mothor, der Firma Reifendienst Reggelin (Inh. A. Pelzer) und dem Pluta-Gartencenter (Inh. R. Höpfner).

Das nächste BSC Süd 05-Rennen, das „3. Kotzener Bergzeitfahren“, findet am 16.7.2017 statt. Wir hoffen auf ein großes Teilnehmerfeld und weiterhin auf die Unterstützung von den radsportbegeisterten Firmen aus der Region Brandenburg. Die Online-Anmeldung ist auf der Radsport-Homepage bereits möglich.

 

Henry Bertz

 


Zur Vorbereitung des 2. Kloster-Cup-Laufs „Rund um die MEBRA“ nahmen die angehenden MOL-Cup Piloten Martin Vogel, David Triebold und Sebastian Kell (Kelli) gemeinsam mit „Fahnenträger“ Dominic Weinreich beim Kladower Airportrace im Rahmen des MOL-Cups teil. Das erste mal, dass das ausgeschriebene Kriterium auch wirklich als eines gewertet wurde. Der Wind und die anspruchsvolle Strecke erforderten einige Spezialtruppen, kräftige Propeller und die richtige Taktik.

Unter dem Feuerschutz von Martin konnte Dominic zum Anfang des Rennens reinhalten. David T. und Kelli konnten dem Hochgeschwindigkeits-Flug leider nicht folgen und bildeten die Verfolgerstaffeln. Die wohl stärksten Maschinen des Tages waren die Mannen der Standert-Staffel. Bei ihren Tempoverschärfungen und Sprints gab es keine Chance für die anderen – starke Leistung! Kamikazemäßig führte Martin das Hauptfeld und die Ausreißer wieder zusammen. Dabei verbrannte er so viel „Kerosin“, dass er das Tempo etwas drosseln musste und sich in eine Verfolgergruppe wieder fand, in der fast ausschließlich Kelli für das Tempo sorgte. Somit war Dominic vorne allein gestellt. Zwar waren die Beine und Technik gut, doch durch seinen „integrierten Lärmschutz“ verpasste er die Wertungsrunden und damit eine Podiumsplatzierung.

MOL-Cup Neuling David T. fuhr sich in Vorbereitung zum nächsten Kloster-Cup-Rennen ordentlich das Weiße aus den Augen und biss bis zum Schluss auf die Zähne.

Unsere „Fliegerstaffel“ verpasste sich ziemlich, sodass jeder größtenteils auf sich alleine gestellt war. Es gibt also noch Verbesserungspotenzial für das nächste Mal.

 

D.W.


Nach dem Buckower Dreieck machten sich die Südler auf den Weg nach Klettwitz zum Lausitzer Oval. Der Lausitz-Marathon bot jedem, vom Inlineskater bis hin zum Mountainbiker, alles was das Sportler-Herz begehrt. Der Wetterfrosch irrte sich ausnahmsweise nicht, leider!

Die Gebrüder Jens und Tino Woelke sowie Calle Sänger (alle BSC Süd 05) waren schon früh in der Lausitz, um bei den Zeitfahrwettbewerben mitzumischen – oder besser mitzuschwimmen. Das Wetter konnte die Favoriten aber nicht hindern, neue Rekorde einzufahren. Marcus Baranski (RG Hamburg) gewinnt das Einzelzeitfahren mit einem Schnitt von 47,5 km/h knapp vor Sascha Dittfurth (SV Kloster Lehnin).

Für die drei Runden (17,14 km) benötigte Carl-Heinz Sänger 24:48 min und wurde 10. in seiner Alterklasse. Mit dem vor ihm gestarteten „Erzrivalen“ im Blick konnte Tino die Siegesserie seines Bruders Jens unterbrechen – er war 9 Sekunden schneller. Trotzdem taten sich beide zum nachfolgenden Paarzeitfahren zusammen. Jens legte die Taktik auf das Ausweichen der Pfützen fest. Nach wenigen Metern über die durch Wasser bedeckte Strecke wurde diese aber aufgegeben, um sich gegenseitig „das Wasser zu reichen“. So konnte wenigstens auf die Trinkflasche verzichtet werden. In der Familienwertung erreichten Jens und Tino den 7. Platz – Glückwunsch!

Steffen Bäwert, Dominic und David Weinreich (alle BSC Süd 05) nahmen die Reise durch das verregnete Brandenburg in die Lausitz erst gegen Mittag auf, da der Start des 4 Stunden-MTB-Marathons um 16 Uhr festgesetzt war. Nach kurzem Abklatschen mit der abreisenden Zeitfahr-Truppe und der Startunterlagen-Prozedur, wurden zum Schutz vor Wind und Regen die Teamfahrzeuge aus Brandenburg und Altlandsberg durch eine Plane verbunden. Im „Planwagen“ konnten wir dann ohne nass zu werden, das Rad mit den Startnummern versehen und die grobe Taktikplanung durchgehen. Durch die MTB-Rennen, die am Vormittag stattfanden, konnten wir schon erahnen, in welchem Zustand sich die Strecke befindet.

Der 4 Stunden-MTB-Marathon wurde im 2er-Team gefahren – einer fuhr die etwa 5 km lange Runde, der andere durfte sich ausruhen. Kurz vor 16 Uhr erfolgte dann der Start.

Wie im Cyclocross-Rennen ging Dominic die erste Runde an – erst einmal volle Lotte drauf los. Trotz Sturz konnte er nach der ersten Runde seinem Partner, Jochen (Velofanatics Altlandsberg), einen großen Vorsprung auf die Zweiten, Thomas Hauff und Andreas Feig ebenfalls Velofanatics Altlandsberg, mitgeben. Jochi setzte noch einen oben drauf und so bauten die beiden ihren Vorsprung Runde für Runde weiter aus. Schon nach zwei Rennstunden konnten sie die an Zweiter Stelle liegenden, Steffen und David, überrunden. Auch weitere Stürze und Umfaller konnten die beiden nicht daran hindern nach vier Stunden souverän den Sieg nach Hause zu fahren.

David ließ es in der ersten Runde etwas entspannter angehen, um sich die bis dahin unbekannte Strecke zu Gemüt zu führen. Der Matsch schmeckte befriedigend, doch der weiche matschige Boden dämpfte beim Verlassen des Rades gut – also perfekte Voraussetzungen für die restlichen Runden.

Mit bahnradüblichem Schleudergriff wechselte David auf seinen MTB-Rennen-jungfräulichen Partner Steffen. Auch er begann zunächst verhalten, um seine Qualitäten im Offroadfahren nicht zu früh offen legen zu müssen. Mit fortgeschrittener Zeit setzte der Spaß langsam ein und die Runden wurden schneller. Vor allem das „Robben“ durch die schlammigsten Teile der Strecke wurde immer ansehnlicher. Trotz allen Bemühungen schaffte es Steffen zum Glück nicht, Davids vertrödelte Zeit aufzuholen, um ihn kurz vor der 4 Stunden-Marke auf noch eine weitere Runde zu schicken.

 

Die neuen Beinlinge aller Starter hielten zwar hartnäckig, doch alle waren glücklich, als sie die Mischung aus Blut, Schlamm und Schweiß von der Haut kratzen durften - denn für die Siegerehrung mussten wir uns ja noch einmal alle schick machen. Dominic und Jochen belegten wie oben schon erwähnt den ersten Platz in der Männerwertung - mit großem Vorsprung auf Steffen und David. Unsere Freunde aus Altlandsberg belegten einen ersten und einen vierten Platz, bei den nicht mehr ganz so jungen Männern.

Uns hat die Veranstaltung großen Spaß gemacht – eine anspruchsvolle Strecke, leckere Verpflegung in den Erholungsphasen und faire Sportsmänner, mit denen man in den Pausen auch mal ein Pläuschchen halten konnte. Vielen Dank an Marco (Velofanatics Altlandsberg), der unsere Erfahrung in Bild fest hielt und sich um die durch den Dreck verursachten Schäden am Rad kümmerte, sowie der Firma Medizintechnik Morscheck für die Bereitstellung des fahrbaren Untersatzes.

 

D.W.


Nun hat es das nächste Radrennen erwischt, das aufgrund von fehlenden Genehmigungen durch die Behörden nicht mehr stattfinden wird. Somit war das 15. „Rund um Buckow“ auch das letzte Mal. Da die Veranstaltung im idyllischen Buckow immer schön war, wollten auch wir uns vom „Buckower Dreieck“ verabschieden.

Wie im letzten Jahr reiste ein Teil des Teams – Max Hesse, Steffen Baewert und David Weinreich – schon einen Tag früher an. Nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen am Schermützelsee ging es noch einmal für zwei entspannte Runden aufs Rad. Den Rest des Tages verbrachten wir in Altlandsberg mit Essen und Fußball schauen. Am Sonntag kamen noch sechs weitere Südler aus Brandenburg dazu, im Gepäck mit unserem Fotografen Torsten Zacharias. Beim Warmfahren optimierte ein Loch im Reifen, das sich durch die Dichtmilch wieder schloss, den Reifendruck.

Um 10.35 Uhr – nach einer kurzen Abschiedsrede zu den Plänen für die Nachfolge des Buckower Dreiecks vom Altlandsberger Urgestein Michael Drabinski – erfolgte der Startschuss für das Jedermann-Rennen über sechs Runden. Mit im Starterfeld sind unser Oldie Bernd Lüneburg, Dominic Weinreich, Martin Vogel und Max Hesse, der durch das Rennen seine Jahreskilometer auf dem Rennrad verdoppelte – starke Leistung! Schon am ersten Anstieg, der Buckower Serpentine, war das Rennen sehr hart.

Wie gewohnt fuhr Dominic ein sehr aktives Rennen – wenn es keine Attacke war, dann eben Führungsarbeit. Jede Attacke wurde zugefahren, selbst als sich wohl die stärksten Rolleure – Dominic mit Sascha Dittfurth (SV Kloster Lehnin) zusammen taten – gab es keinen Erfolg. Bei der Ortsdurchfahrt Buckow mit Dominic an der Spitze purzelten die Kontrahenten aus der Gruppe. In der letzten Runde fehlten ihm die breiten Ellenbogen, um sich nach vorn zu arbeiten – ein Trost war der 1. Platz in der Juniorenwertung.

Bei dem extrem schnellen Rennen hatte Bernd keinen so guten Tag erwischt. Die ersten drei Runden konnte er sich zwar im Hauptfeld halten, doch am Anstieg knipste er sich die Lichter aus und musste das Feld ziehen lassen. Den Rest des Rennens versuchte er mit gleichmäßigen Tritt wie möglich, die Verfolgergruppe hinter sich zu lassen. Doch auf den letzten Kilometern stellte ihn die Gruppe doch noch. So verlor er einen möglichen Podestplatz seiner Alterklasse und wurde 8. Für Bernd eines der härtesten Rennen.

Martin und Max mussten dem hohen Tempo schon früh Tribut zollen. Doch auch in der Verfolgergruppe musste Martin sich durchbeißen, um nicht abzufallen. Nach der dritten Runde beruhigte sich das Tempo allerdings. Die abwechslungsreiche Strecke mit dem Buckower „Berg“, dem Wind und das kurze Stück Kopfsteinpflaster haben Martin großen Spaß gemacht und so konnte er in der letzten Runde noch einmal aus dem Sattel gehen und in die vorderen Plätze seiner Gruppe fahren.

Für Max war schon vor dem Rennen klar, wenn er das Rennen beendet, verdoppelt er seine Jahreskilometer auf dem Rennrad, was ja schon mal eine starke Leistung ist! Um sich für die nächsten Rennen und Trainingsrunden an den Fahrtwind zu gewöhnen, zog Max es vor den Großteil alleine oder in kleinen Gruppen zu fahren. Um auch fahrtechnisch nicht zu kurz zu kommen, wich Max einer Trinkflasche mit Bunnyhop auf den Bürgersteig aus. Nach den sechs Runden konnte er noch gar nicht aufhören, sodass er erst zur siebten Runde ansetzte.

 

Fünf Minuten nach den Jedermännern starteten die Hobbyfahrer über 39 km. Nach der guten Platzierung für Steffen und der Asphaltnarbe für David aus dem letzten Jahr, nahmen die beiden gemeinsam mit Ullus Kabelitz und Jens Woelke das Rennen in Angriff. Beim Start standen Ullus und Jens zu weit hinten, sodass auch sie die Gruppe schon am ersten Berg verloren haben.

Steffen und David setzten sich von Start weg an die Spitze des Feldes. Nach kurzem Anschnuppern mit den bekannten Gesichtern ging auch ordentlich die Post ab. Viele Attacken, die alle durch unsere beiden Südlern zugefahren wurden. Kein Anderer wollte sich so recht an der Führungsarbeit beteiligen. Deshalb setzte sich David nach 19 km vom Feld ab, um auch die anderen Konkurrenten zum Zugzwang zu bringen. Allerdings hatte keiner so wirklich Interesse ihn einzuholen, sodass der Vorsprung größer wurde. Als Steffen und Marco (Velofanatics Altlandsberg) das realisierten, machten die beiden hinten dicht. Die Ortsdurchfahrt tat für David nach fast 20 km Flucht schon ein wenig weh. Doch als es um die letzte Kurve ging und er die Konkurrenz noch nicht sehen konnte, war aller Schmerz vergessen. Mit Gänsehaut und Tränen in den Augen, feierte David seinen ersten Gesamtsieg – für seine verstorbene Mutter.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht fuhr Steffen als 21. über die Ziellinie – die perfekte Teamarbeit hatte sich ausgezahlt.

Jens, der zum ersten Mal in Buckow am Start war, hatte anfangs großen Respekt vor der Strecke und unseren Erfahrungen. Zwar musste er am Anstieg viele Körner lassen, doch trotzdem war er für seine Verhältnisse erstaunt, so gut den Berg hochgekommen zu sein. Aus der Verfolgergruppe heraus konnte sich Jens in Teamarbeit mit Patrick (Velofanatics Altlandsberg) eine nach der anderen Gruppe vor sich schnappen. Zum Schluss ging ihm zwar die Puste etwas aus, doch für ihn hatte das Rennen einen enormen Lern- und Trainingseffekt.

Da Ullus beim Start zu weit hinten stand und die Gruppe ziehen lassen musste, bildete sich eine Dreier-Gruppe - dieser schlossen sich immer mehr Leute an. Erst ab der dritten Runde fühlte sich Ullus, der durch seinen Sprung in die S3-Klasse jetzt wohl ein „Diesel“ ist, so richtig gut. So konnte er den Sprint aus seiner Gruppe souverän gewinnen und wirkte nach dem Rennen noch nicht so richtig geschafft – liegt wohl an der 200 km Tour in Italien.

 

Nach so einem schönen Tag, mit Top organisiertem Rennen, bestem Wetter, starken Leistungen und vielen neuen Erfahrungen sind wir etwas traurig, dass es das letzte Mal „Rund um Buckow“ für uns war. Wir hoffen allerdings, dass mit dem geplanten Mountainbike-Rennen im Naturpark eine neue Herausforderung geschaffen wird.

 

D.W.


Brandenburger Süd-Radsportler in Italien erfolgreich!

Kürzlich weilten für eine Woche 10 Radsportler des BSC Süd 05 sowie Norbert Becker, von den Wasserfreunden Brandenburg, in Riccione an der Adria. Der Höhepunkt war die Teilnahme am 47. Granfondo Nove Colli über die Hügelketten der Emilia Romagna. Weil dafür die hiesigen Voraussetzungen, vom Marienberg bis zum Fläming, nicht das Training für eine solche Herausforderung gestatten, wurde mit italienischer Guideführung die Vor- und Nachbereitung von Riccione aus vorgenommen. Aus dem Vorjahr lagen ja noch entsprechende Erfahrungen vor - für Christian Fauth war es allerdings eine Wiederholung nach 17 Jahren!

Mit „frühjahrsgeschädigtem“ Trainingsrückstand reisten wir Havelländer an, um die gesteckten Ziele zu realisieren. So stellte sich unsere Radsportgruppe am vergangenen Sonntag der Veranstaltungsorganisation von 12.000 Teilnehmern - ein wahrhaft italienisches Radsport-Volksfest mit Zeitmessung! Unter den Klängen der Nationalhymne und mehrerer Helikopterumkreisungen ging es früh um 6.30 Uhr, ab Cesenatico, auf die Strecken. Diese führten über 205 km und 3.840 Hm bzw. über 135 km mit rund 2.000 Hm. Da uns Brandenburgern der Stellenwert dieses Wettbewerbs in der italienischen wie internationalen Amateur-Radsportwelt bewusst war, ging es nicht um den Sieg, sondern um die „Teilnahme in Wertung“. So fuhren fünf Süd-Radsportler die lange Strecke (205 km). Hierfür benötigte Thomas Malchow 9:39 h, gefolgt von Ullus Kabelitz, Torsten Zacharias, Martin Vogel und David Triebold. Weitere sechs Brandenburger nahmen die kürzere Distanz (135 km) in Angriff. Nach 5:43 h fuhr Henry Bertz über den Zielstrich. Es folgten Michael Ballerstein, Ronald Bertz, Norbert Becker, Carolin Bertz und Christian Fauth.

Was vordergründig nach Lappalie aussah, war mitnichten so. Schon bei den scharf gefahrenen 30 Anfangskilometern bis zum ersten Berg lichtete sich das Teilnehmerfeld u.a. auch nach Pannen und Stürzen. Letztere zogen in den Serpentinen leider zahlreiche Rot-Kreuz-Einsätze nach sich …

Von den 12.000 gestarteten Teilnehmern kamen 10.203 gewertet ins Ziel Cesenatico.

Dass sich die Brandenburger Teilnehmer aus dem deutschen Starterfeld von 423 Radsportler/innen dabei solide behaupteten, ließ sich am Abend unser Hotelchef einen Sektempfang kosten.

Bei schönstem Maiwetter unternahmen wir noch weitere Touren ins Umland. So wurde auch dem Stadtstaat San Marino – zum „Preis“ weiterer 2.000 Hm und begehrter Fotokulisse asiatischer Besuchergruppen – ein Besuch abgestattet.

Wir beendeten die Radsportvisite in der Emilia Romagna mit vielen neuen Eindrücken und der Erkenntnis, dass wir Hobby-Radsportler im Lande des Giro d'Italia immer gern gesehen sind.

Die beigefügten Fotos sind der sichtbare Beweis und Ansporn für Zukünftiges.

 

Christian Fauth

 

Bilder


Ähnlich lang wie der oben stehende Titel zog sich auch das erste MTB-Rennen für Robert Richter und David Weinreich in Clausthal-Zellerfeld – aber zum Anfang.

Um das erste Mountainbike-Rennen und damit die ersten Erfahrungen nicht allzu weit hinauszuzögern, entschlossen wir uns beim 3. Lauf einer MTB-Serie im Oberharz zu starten. Ausgeschrieben war eine 35 km-Runde mit 750 Höhenmetern. Um möglich viel von der langen Anreise zu haben, starteten wir über die 70 km. Der Rahmen der Veranstaltung wirkte sehr professionell, wie auch so ziemlich alle Menschen in Fahrradsachen + Fahrrad, sodass wir uns etwas verloren vorkamen. Zum Glück trafen wir auf Paul, ein alter Bekannter, der uns die groben Gepflogenheiten des Rennens erklärte.

Bei der Startaufstellung nahmen wir die vorletzte Reihe ein, um den Erfahrenden nicht allzu sehr im Weg rum zufahren. Das erwies sich nach den ersten 10 Meter als Fehler, denn bei so einem großen Starterfeld war da über den ersten Kilometer nicht viel von fahren zu reden. Nachdem sich das Feld etwas in die Länge zog, probierten wir auf den aufgeweichten Streckenrand zu überholen. Eine volle Endorphin-Dröhnung gab es für mich, als ich dachte Robert abgehängt zu haben. Was sich aber schnell relativierte, weil er an einem Schotter-Stück mit 40 km/h an mir vorbei knallte. Neben kleinen Steinchen, die in mein Gesicht und an die Beine zischten, gab es eine kleine Dusche, als Robert durch die größte Pfütze des Rennens ballerte. Nach 6 km verabschiedete ich mich dann an einem Anstieg von ihm. Während er den Weg nach vorn schlängelte, versuchte ich vergebens etwas Luft zu schnappen. Wie erwartet war Robert dann irgendwann einfach weg.

Die Strecke bestand aus vielen abwechslungsreichen technischen Stellen, die durch wellige Schotterwege verbunden wurden. Besonders erstaunt waren wir über die Abfahrtskünste der Mountainbiker – teilweise Gefälle von 23%! Auf Geröll und Wurzeln wurde einfach hinunter gebrettert, während wir mit allen verfügbaren Fingern an der Bremse hingen. Auf der ersten Runde kam kurz der Gedanke aufzuhören, aber dieser verflog beim nächsten Singletrail wieder. Die ersten 35 km waren extrem hart und schmerzvoll, die Flasche leer und die Beine schlapp. Zum Glück stand Maria Janeck an der Strecke, gab mir eine neue Flasche und sagte, dass mein Abstand zu Robert bei nur 3 Minuten läge. Für etwa 1.000 m hatte ich Hoffnung, dass ich ihn noch einhole. Aber als ich vergebens nach einem Gel in der Rückentasche suchte und der Riegel am Verpflegungspunkt für ein flaues Gefühl im Magen sorgte, verflog schnell wieder meine Hoffnung.

In einer kleinen Gruppe ging es auf die letzten 30 km. Am Berg und an den Singletrails konnte ich meine Kontrahenten immer wieder in Bredouille bringen, was mich dann auf den Schotter-Stücken zum Durchatmen zwang. Am letzten Anstieg versuchte ich noch einmal alles, um den letzten meiner Gruppe abzuhängen - natürlich blieb er dran.

Beim Zieleinlauf konnte ich meinen Augen nicht glauben, als es dann noch auf die dritte Runde ging. Maria und Robert standen währenddessen schon mit einem Radler am Streckenrand. Knapp 10 Minuten war Robert vor mir im Ziel und es wurde für ihn der 16. Gesamtrang. 3 Stunden und 20 Minuten sorgten für die härteste Tour, an die ich mich erinnern kann.

Robert wirkte tiefenentspannt und erzählte mir von seinen Erfahrungen: Absteigen in manchen Abfahrten und schmerzende Hände nach unendlich wirkenden Wurzelpassagen. Bergauf lief es ganz gut – bis dahin dachte ich, dass es ihm ja ähnlich wie mir erging. Als er aber von den „Verbindungsstücken“ auf Schotter sprach, wo er immer zwischen 30 und 40 km/h auf dem Tacho hatte, wurde mir wieder bewusst, was Robert für eine Maschine ist. Mit dem 24. Gesamtrang bin ich fürs erste MTB-Rennen natürlich zufrieden, erst Recht weil ich vor Paul war.

Vom Start-/Zielbereich fuhren wir die 4 km zum Schwimmbad raus, wo alle Teilnehmer kostenlos duschen gehen konnten. Dort haben wir gleich die Räder in den Bus verladen und sind wieder zurück zur Strecke, um auch noch den Nudel-Gutschein einzulösen. Nach den vegetarischen Nudeln ging es mir zwar schon besser, aber ich war immer noch über Roberts Mobilität erstaunt – als wäre das nichts für ihn gewesen.

Insgesamt eine super organisierte Veranstaltung mit allem, bis auf die Boxenluder, was das Radfahrerherz begehrte. Zwar tun die Beine heute immer noch weh, aber es hat echt großen Spaß gemacht und wir freuen uns auf das nächste MTB-Rennen.

 

D.W.


Tangermünder Duathlon

Zum letzten Lauf der Duathlon-Serie rückte der BSC Süd 05 noch einmal mit Verstärkung an. Als Zweiter in der Gesamtwertung reiste Robert Richter mit vielen Ambitionen, in Begleitung von Jenny und Steffen Baewert, die gemeinsam eine Staffel bildeten, und David Weinreich, als Mann für alles, nach Tangermünde.

Während Robert durch die Wettkämpfe der letzten Wochen in Topform an den Start ging, nutzten Steffen und Jenny dagegen die Gelegenheit, um erstmalig wieder an einen Wettkampf teilzunehmen, da er seit Oktober 2016 verletzungsbedingt nicht trainieren konnte.

Die ersten 5 km liefen für Robert nach Plan - Steffen Rarek in Sichtweite und nicht zu viele Körner gelassen - so wechselte er mit nur 90 Sekunden Rückstand auf das Rad.

In Hinblick auf die zweiten 5 km, die zu laufen waren, lief Jenny etwas zurückhaltender. So hatte Steffen auf der Radstrecke alle vor ihm liegenden gut im Blick und konnte sich einen, nach dem anderen schnappen.

Bei Robert lief es super - nach wenigen Kilometern zog er am Führenden vorbei. Da sich bei den anderen Veranstaltungen zeigte, dass Robert der stärkste Radfahrer war, musste er nun alles daran setzen, einen so hohen Vorsprung auf die 28 km herauszufahren, dass er dieses Mal nicht wieder beim Laufen überholt wird. Sogar für das Führungsmotorrad war Robert manchmal schon zu schnell!

Steffen arbeitete sich Stück für Stück weiter nach vorn und konnte den einen oder anderen Duathleten inklusive seines High-End-Zeitfahrschnickschnacks, auf das Steffen großzügig verzichtete, verblüffen.

Mit einer Radzeit von 41,58 min - nach unseren Informationen Streckenrekord! - und damit 2 Minuten Vorsprung auf den Zweiten, kam Robert von der Radstrecke. Nur noch 5 km standen zwischen ihm und dem, nach dem Pech der letzten Wettkämpfe, verdienten Sieg.

Steffen übergab als Erster der Staffeln an Jenny und konnte angesichts seines fehlenden Trainings zufrieden über seine Radzeit sein. Bei tobendem Applaus erreichte Robert als Erster das Stadion und nach weiteren 250 Metern das Ziel. Sichtlich erschöpft lag er auf dem Boden und freute sich, während ein Konkurrent nach dem anderen in das Ziel kam und „der Maschine“ gratulierten.

Jenny war die einzige Läuferin, die so konstant lief, dass beide Laufzeiten über die 5 km identisch waren, was zum 2. Platz (!) in der Staffelwertung reichte.

Da die Osterburg-Ergebnisse, durch Unsportlichkeit einiger Aktiver, nicht mit in die ADREIKA-Cup-Wertung eingeflossen sind und Robert durch die Fehlanmeldung in Braunsbedra im Geiseltal keine Punkte bekam, ging der Gesamtsieg an seinen Dauerrivalen Steffen Rarek - Glückwunsch!

Highlight war dann die Sieger- und Podiumsprämie in Form eines neuen Paars Laufschuhe, vom Sponsor ADREIKA.

Als Abrundung des Tages genossen wir gemeinsam den außergewöhnlichen Kaffee in der Kaffeerösterei in Tangermünde und konnten Roberts Sieg feiern.

 

D.W.