Nach dem RTF-Auftakt am vorherigen Wochenende in Bitterfeld ging die „Punktesammlerei“ am vergangen Wochenende weiter. Trotz der schlechten Wettervorhersage machten sich am Samstag Ullus, Bernd, Robert und David auf den Weg nach Berlin-Buckow, allerdings verspätete sich durch eine Vollsperrung auf der A2 unsere Ankunft, sodass wir auch dieses Mal wieder in die Verfolgung gingen. Pünktlich zu unserem Start fing es dann auch noch an zu regnen – was für ein Glück. Bei diesem Traumwetter führte Bernd unsere 4er-Verfolgung in den Süden, heraus aus Berlin in Richtung Märkisch Buchholz. Zum Glück ließ der Regen nach, sodass man „nur“ durch das aufwerfende Wasser des Vordermannes und der vielen Pfützen auf der Straße nass wurde. Nach dem ersten Verpflegungspunkt – Stempel abholen, Flasche auffüllen und der ein oder anderen Schokowaffel -  fuhren wir bei Seitenwind weiter in den Süden zur nächsten Station und Scheitelpunkt  der RTF bei Halbe: Käsebemme, Schokowaffeln, etwas Tee und eine Banane, dann ging es weiter. Nun auch mit Wind von der anderen Seite und vorn. Die beiden unermüdlichen Motoren Bernd und Robert verblüfften dabei immer wieder mit ihren Pulswerten, während man von Ullus auf seinem Blei-Bock nur ein leises „Ufff“ oder „Pfff“ hören konnte. Der letzte Verpflegungspunkt war des Windes wegen schon in ein Auto verlegt worden – so stärken wir uns das letzte Mal, bevor es bei Windstärke 9 auf der Brust wieder nach Süd-Berlin ging. Trotz der recht extremen Seitenlage in den Wind, wirkten wir manchmal wie ein Spielball des Windes. Vor allem David musste dabei immer wieder von der Grasnarbe Schwung nehmen. Bernd und Robert, die Motoren und Windschattengeber der Gruppe, brachten Ullus und David aber sicher zum Start/Ziel zurück, obwohl sie physisch nicht mehr wirklich zu gebrauchen waren. 110km, eine heiße Dusche, Nudelsalat und Kuchen – der Tag hat sich gelohnt.

 

Leider ohne Bernd und Ullus – des Wetterberichtes oder der Strapazen des Vortages geschuldet – dafür aber mit RTF-Spezialisten Karsten und Läufer-Ass Steffen machten wir uns auf den Weg zur zweiten RTF des Wochenendes. Der Name der RTF lässt zwar Schönes vermuten, aber unter Frühlingsrunde stellt man sich etwas besseres Wetter vor. Dieses Mal pünktlich und mit etwas Vorsprung ging es in Berlin-Charlottenburg los. Nach einigen Kilometern rast die erste Gruppe an uns vorbei – wir reihten uns erst einmal mit ein, leider ohne Karsten. Während sich die Stärksten der Truppe gegenseitig attackierten (Achtung Erinnerung: es war eine RTF) und so manch einer schon auf der letzten Rille hing, entschlossen wir uns aus diesem Grund die Gruppe am ersten Verpflegungspunkt ziehen zu lassen. Eine mit Schokoladencreme überzogene Rosinenstulle und einem heißen Tee später, kommt die nächste größere Gruppe, in der sich auch Karsten befand an den Verpflegungspunkt. Weiter ging es bei Nieselregen mit dem Radhaus-Team nach Ketzin und weiter nach Tremmen. Dort war es dann so weit: kurze Pause – Regenjacke an. Bei der zweiten Station hielten wir bloß Sekundenbruchteile an, um die Karte stempeln zu lassen. Danach folgte eine kurze Aufholungsjagd zur gut funktionierenden Gruppe. Auch wenn man mit jedem gefahrenden Kilometer nasser, kälter und unmotivierter wurde, ging es harmonisch, vor allem dank Robert und Steven (Radhaus Team) wieder nach Berlin. Da ging es dann mit tauben Gliedmaßen unter die heiße Dusche, was die Laune zumindest bis Karstens Nachricht anhob. Karsten erwischte es in Ketzin am Bahnübergang und brach sich den Oberschenkelhals – gute Besserung an dieser Stelle, komm schnell wieder auf den Bock! Spätestens beim Bundes-Radsporttreffen in Hannover wollen wir wieder gemeinsam RTF-Punkte mit dir sammeln. Mit etwas getrübter Stimmung gab es noch das obligatorische „Kaffe-Saufen“, bevor es wieder nach Hause ging.  

 

DW


Am Samstag starteten Gebrüder Weinreich –mittlerweile zum vierten Mal und damit traditionell – beim Sisu-Winterduathlon in die Wettkampfsaison. Um die Belastung gering zu halten und so wenig wie möglich laufen zu müssen, ging es wieder als Staffel an den Start.

Mit Lea als Begleiterin und dem Kater im Gepäck machten wir uns nach einer durchzechten Nacht auf den Weg in den Grunewald – mit dem Zug, weil Robert und damit auch der „Teambus“ leider krankheitsbedingt zu Hause bleiben musste. Durch das abwechslungsreiche Wetter der vergangenen Wochen, hatte die Strecke neben Schlamm, Spurrillen und Frost einiges zu bieten.

Kurz nach 10 Uhr erfolgte der Start, Dominic durfte auf der 5 km Laufstrecke den Anfang machen. Nach knapp 26 min wechselte er nach dem üblichen Geplänkel – Laufschuhe aus, Radschuhe an, Helm auf – in die ihm beliebtere Disziplin, das Radfahren. Die unbeliebte Disziplin, die kurze Nacht und das geschwungene Tanzbein beim Karneval machte sich bemerkbar, denn irgendwie kam Dominic nicht so richtig in Tritt. Nach zwei Runden und damit 10,5 km wechselte er mit einer Punktlandung – der Schnellspanner des Hinterrades löste sich ziemlich sicher durch Dominic's Hang zu ausgelassenen Fahrmanövern – auf David, der die letzten beiden Radrunden unter die Räder nahm. Anders als bei seinem Bruder wirkte die kurze Nacht und der Restalkohol Wunder, sodass die beiden Runden wie im Fluge vergingen. Zum anschließenden Laufen ist nur zu erwähnen, dass er es geschafft hat.

Nach Zieleinlauf wurde bei Katerfrühstück – Kartoffelsuppe, Bockwurst, Kuchen, Obst und heißem Tee – ausgewertet. Auf dem Rad waren beide gleich schnell oder langsam? Also für Dominic wahrscheinlich gleich langsam und für David gleich schnell. Wieder eine schöne Veranstaltung als Wettkampf-Einstieg, mit schöner Streckenführung, familiärer Atmosphäre und tollen Sachpreisen – so wurden wir mit einem Gutschein für die Salzgrotte belohnt. Ob wir nächstes Jahr endlich mal Einzelstart machen? Lieber nicht!

DW


Abgesehen von Karsten Schultze, der schon einige RTF-Kilometer im neuen Jahr sammeln konnte, fand für die Südler Maria Janeck, Max Hesse, Ullus Kabelitz und David Weinreich die erste Radveranstaltung des Jahres statt. In Sohlen, ein Vorort von Magdeburg, an der Feuerwehr, wurde sich noch mit Kaffee und belegten Brötchen gestärkt bevor es auf die zwei ausgeschilderten Strecken ging. Neben den erfahrenen RTF/CTF´lern und uns, waren auch viele Jugendliche der Radsportvereine aus dem Umland am Start.

Nach dem Start führte die Strecke durch den Ort Sohlen in Richtung Elbe, bevor es in die Forst und damit richtige Strecke ging. Erste Herausforderung war der „Frohsener Berg“ und die nachfolgende Abfahrt. Danach ging es wieder auf einen betonierten Landwirtschaftsweg, bis zur Streckenteilung in CTF und MTB. Natürlich zog es uns auf die MTB-Strecke quer über den schlammigen Acker bergauf und die matschig glitschige Abfahrt hinunter zum Verpflegungspunkt. Mit Bananen, Keksen und Tee wurde dann der erste Dreck im Mund verdrängt. Danach ging es auf die zweite Runde, wieder den Frohsener Berg hinauf/hinab, den Landwirtschaftsweg entlang, dieses Mal auf die CTF-Schleife, auf der auch Karsten seine Kilometer abspulte. Diese war zwar nicht so matschig und anspruchsvoll, wie die MTB-Runde, dafür aber idyllischer. In der Abfahrt der CTF-Strecke hinunter zum Verpflegungspunkt, ergänzten wir zu dem recht eintönigen dunklen Matsch etwas roten, weil der Lehmanteil in dem Teil der Strecke wohl etwas höher war. In den weiteren beiden Runden weichte die Strecke bereits stark auf. Immer mehr Dreck und Schlamm sammelte sich an den Rädern. Max bekam dabei immer mehr „Appetit“ – die Kurbelarme sahen für ihn aus wie geschmolzene Schokoriegel. Aus diesem Grund ging es nach der vierten Runde wieder zurück zum Startpunkt, sofern man den Weg kannte oder die Schilder/Pfeile noch am Streckenrand waren.

Hinter der Feuerwehr, wo sich ein Schlauch zum Putzen befand, konnte man gut unterscheiden, wer die CTF- und wer die MTB-Strecke fuhr – aber egal dreckig waren eh alle! Mit Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen alter Freunde oder neuen Bekanntschaften klang der sportliche Vormittag dann aus.

Uns hat es gefallen: das Wetter passte, das Essen war gut, die Strecke war anspruchsvoll aber fahrbar. Einziges Manko: es wurde schon relativ früh begonnen die Pfeile auf der Strecke zu entfernen. Aber Schwamm drüber – wir sind ja alle nach Hause gekommen. 

DW

 

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Eröffnung der Freiluftsaison 2017

Nach der Jahreshauptversammlung vom 27. Januar ging es daran, den  nächsten Termin des Vereinskalenders mit erweiterter Teilnehmerschar zu absolvieren: Winterwanderung mit Anhang + „Kind und Kegel“. Abgesehen von einigen krankheits- und dienstbedingten Ausfällen fanden sich 44 Große und Kleine „winterverpackt“ ein. Außer Robert Richter und David Weinreich, sie blieben sich auch dieses Mal treu und nutzten die winterlichen Temperaturen für eine Trainingseinheit, indem sie den Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten mit dem Rennrad ansteuerten!

Der Baumkronenpfad zum einen ein neues Naturziel in unserer näheren Umgebung, zum anderen ein Ausflug in unsere regionale Geschichte. Und da hat man sich unter der Marke „Baum & Zeit“ wirklich ein Alleinstellungsmerkmal einfallen lassen! Auf Augenhöhe mit den Baumkronen und dem 40 Meter hohen Turm bot sich uns ein schaurig-schönes Bild: vom 2. Weltkrieg zerstörte Sanatoriumsgebäude mit herausgewachsenen Bäumen inmitten des Heidewaldes bei Beelitz.

Großartig und breitflächig angelegt in der Kaiserzeit zwischen 1898 bis 1908 als Heilstätte für Tuberkulosekranke. War es für uns Nachgeborene ein Beweis, was eine Solidargemeinschaft bewirken kann und es war doch dank der Bismarckschen Sozialversicherung eine Investition der Berliner Landesversicherungs-Anstalt (LVA).

Solide gebaut für die Ewigkeit wurde wie vieles, auch dieser Komplex, ein Zeitdokument für herbeigeführte und verlorene Kriege. Nach dem 1. Weltkrieg bereits zum Lazarett geworden bekam die Einrichtung den Todesstoß mit den Kämpfen um Hitlers Endsieg gegen die Rote Armee. Diese nahm dann den noch funktionierenden Teil während ihrer Besatzungszeit von 1945 bis 1994 als Militärkrankenhaus in Besitz.

Gingen unsere Radsportler/-innen mit ihrem Anhang um eine Erkenntnis reicher von diesem Teil der Anlage, war es andererseits positiv aufzunehmen, dass seit 1998 (Eröffnung der neurologischen Reha-Klinik) diese Einrichtung weiter leben sollte.

Reich an Eindrücken aber winterlich kalt – bei schönstem Sonnenschein – freuten sich nun alle auf den nächsten Tagesordnungspunkt: Kaffeetrinken in den Jakobs-Höfen Schäpe, einem Beelitzer Ortsteil. Hier wurden wir bestens organisiert bereits erwartet. Und das darf man einen krönenden Abschluss nennen, wenn bei Kaffee & Kuchen Aufwärmung und Gedankenaustausch die Stimmung steigt. So kann man resümieren, dass alles wieder eine gelungene Aktion für das Vereinsleben war.

Für weitere Eindrücke sorgen die beigefügten Fotos von Torsten Zacharias.

H.C. Fauth

 

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Jahreshauptversammlung der Abteilung Radsport

Am 27. Januar 2017 fand in der Vereinsgaststätte „Zum Elfmeter“ die turnusmäßige Jahreshauptversammlung der Rennradsportler vom BSC Süd 05 statt. Der Einladung folgten, trotz vieler krankheitsbedingter Absagen, insgesamt noch 25 Mitglieder.

Nach der Eröffnung und einer anschließenden kurzen Mitgliederstatistik, wurden den Anwesenden die neuen Sportfreunde vorgestellt. Leider musste Carl-Heinz Sänger, aus Berlin (39. Mitglied), der Veranstaltung aus dringenden Gründen fernbleiben. Aber der 40ste Rennradsportler/in ließ es sich nicht nehmen anwesend zu sein. So wurde Benjamin (Benni) Mai unter großem Beifall begrüßt und vertritt somit künftig bei den Wettkämpfen die Farben des BSC Süd 05.

Als weitere Tagesordnungspunkte folgten die Rechenschaftsberichte des Vorstandes. Der Abteilungsleiter Radsport Henry Bertz eröffnete den Reigen. In seinem gut 15 Minuten umfassenden Bericht fasste er die vergangenen Ereignisse zusammen und ließ so das erfolgreiche Jahr 2016 noch einmal Revue passieren. Aber auch kritische Aspekte wurden hinterfragt und sollten Denkanstöße für die neue Radsportsaison geben.

Hans-Christian Fauth, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Sponsorentätigkeit, gab einen Überblick zur Wahrnehmung der Radsportabteilung in der hiesigen Presse und zum Stand der Sponsorenbereitschaft im abgelaufenen Jahr. Obwohl zwei Förderer ihre Unterstützung aussetzten bzw. wegen Firmenschließung beendeten, konnte Sportfreund Fauth eine positive Entwicklung aufzeichnen, da mit neuen Firmen die Lücken geschlossen wurden (Eine Auflistung befindet sich auf dieser Homepage unter dem Punkt Sponsoren!).

Weiter ging es mit den Ausführungen vom Kassenwart Bernd Lüneburg. Trotz fortgeschrittener Zeit wurde den Zahlen aufmerksam gelauscht. Denn er konnte ein zufrieden stellendes Plus im Kassenbuch verkünden. Sportfreund Lüneburg zeigte aber auch differenziert auf, wo im kommenden Jahr noch Reserven ausgeschöpft werden sollten.

Alle Rechenschaftsberichte ließen keinen Zweifel daran, dass das Jahr 2016 ein erfolgreiches war. Aber der Erfolg hat bekanntlich viele Väter. So wurden im Anschluss an die Diskussion Mitglieder für ihre Leistungen geehrt. Bei der Auswahl war der Vorstand nicht zu beneiden – hier hatte er die Qual der Wahl, denn viele Namen standen auf dem Zettel. Schlussendlich einigte man sich auf nachfolgende Vereinsmitglieder, welche mit Präsenten bzw. Gutscheinen erfreut wurden.

 

Für die organisatorische und technische Absicherung:

Carolin Bertz

Tino Woelke

Karsten Schultze

 

Für die sportlichen Leistungen:

Sarah Hoffmann

Maria-Theresia Janeck

Mareen Höntzel

Dominic Weinreich

Robert Richter

Bernd Lüneburg

 

Für die Unterstützung beim Sponsoring:

Sigfried Balasus

Steffen Baewert

 

Die Ehrungen nahmen der Abteilungsleiter Henry Bertz und sein Stellvertreter H.-Christian Fauth vor. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Radsport Bertz für die Bereitstellung von hochwertigen Präsenten.

Abschließend gab es aber noch viel Beifall für unseren „alten Hasen“ Christian Petersen. Bei den Wettkämpfen war und ist er ein zuverlässiger Moderator. Das animierte einen Fan ihn in Öl auf Leinen zu verewigen. Dieses Porträt malte Herr Wahlsdorf und wurde zum Abschluss der Jahreshauptversammlung überreicht. Vielen Dank, dem für Christian bekannten Künstler!

 

HB