Stundenpaarcrosszeitfahrentrainingssession – häh?

Am 4. Advent luden die Radkämpfer vom SV Kloster Lehnin zu einer neuen Form des Trainings (unter Wettkampfbedingungen) zum Gohlitzsee in Lehnin ein. Auch wenn der ein oder andere Anfangs etwas verwirrt war, ist der Modus relativ einfach zu verstehen: Zwei Fahrer, eine schöne Runde durch den Wald und 60 Minuten bis zur Erlösung. Die beiden Teammitglieder fahren also abwechselnd eine Stunde lang im Kreis (bzw. einer Acht) – das Stundenpaarcross oder auch one hour twosome-cyclocross.

Aber zurück zum Anfang. Am Samstag wurde die Strecke vom Veranstalter noch ordentlich präpariert, der kleine Sandbunker (normalerweise Badestelle) vom Frost befreit und ein „Reifendepot“ vor der Wechselzone eingerichtet. Auch die Teilnehmer vom BSC Süd 05 rüsteten sich auf die bevorstehende Trainingsschlacht. Robert nahm seine 3 Tage alte Federgabel am Vorabend komplett auseinander und mit Chucky die Mörderpuppe wurde die Muskulatur, primär die zum Lachen, schon einmal vorstrapaziert. 

Während „normale“ Familien den 4. Advent bei Kerzenschein etwas ruhiger angehen lassen, machten sich die Paare: MB Benni und Robert sowie Dominic und David, in Begleitung von Maria und Andi, zur Trainingseinheit nach Lehnin – natürlich per Velo. Nach der Einführungsrunde mit allen Teilnehmern, unter der Führung des Streckenplaners Thomas Waldeck, wärmten wir uns etwas mit Glühwein auf und gingen an den Start. Benni und Dominic waren die ersten der beiden Süd-Paare. Kleine Randbemerkung: Benni feierte an der Startlinie die Premiere, bei einer Radsport-Veranstaltung. In der ersten Runde fand Dominic seinen wohl intimsten Gegner der vergangenen Crosssaison – Eric Schulze, der gemeinsam mit seiner Freundin startete – und übergab als Führender an David. Benni schaffte Robert eine gute Ausgangsposition ohne viel Verkehr, was auch von Vorteil sein kann. An der Führung entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Vater und Sohn Barth, Stolle und Hoffmann, sowie Dominic und David. Trotz des tobenden Applaus´ der Fans auf der Strecke, wurde der Abstand zur Führung aber größer, ebenso die Quälerei und damit der Spaß. Robert arbeitete konsequent an der Beziehung zu seinem neuen „Hobel“ und kam von Runde zu Runde besser über die Strecke, die sich Benni ausgiebig anschaute, um im nächsten Jahr voll anzugreifen. In der Erholungszeit, die für Benni und David relativ kurz war, doch durch Andi und Maria als Begleiter erträglicher gemacht wurde, werteten wir die vergangene Runde aus und fluchten wieso die beiden anderen Teamteile so schnell unterwegs waren. Gleichzeitig setzten wir uns ein neues Ziel, nachdem Bennis Rechnung zu Beginn des Rennen (n-1) nicht so ganz aufging. Der Anstieg (ja es gab ihn wirklich) zwang die meisten kurz vor der Kuppe zum Absteigen, doch unser MB-Benni erfüllte sein Ziel und fuhr am Stück hoch.

Auf die Frage, wie viele Runden es insgesamt waren, können wir bloß antworten „alle“, da wir vor lauter Laktat in den Beinen zum Zählen gar nicht mehr in der Lage waren. Fakt ist, dass wir wieder an Erfahrung gewonnen haben. Doch das wichtigste, wir hatten trotz alledem riesigen Spaß bei der außergewöhnlichen Trainingseinheit. Ein Lob gilt dem Veranstalter! Die Strecke war abwechslungsreich und super gekennzeichnet, der Rahmen der Veranstaltung sehr familiär und die Soljanka hervorragend.

An dieser Stelle: schöne Weihnachten, erfolgreiche Festive 500 und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2017.

 

D.W.