Bereits zum 9. Mal veranstalteten wir am Wochenende das Radrennen „Rund um den Alten Weber“. Gleichzeitig war der Weber dieses Jahr der erste Lauf des neu ins Leben gerufenen Havel-Rad-Cups.

 

Das erste Rennen des Tages war das Rundstreckenrennen 1 – hier starteten beide Altersklassen der Damen, sowie alle Männer, die das 50. Lebensjahr überschritten haben. Besonders gefreut haben wir uns über die zehn Damen unter den 34 Startern. Der erste der insgesamt 30 km wurde neutralisiert gestartet, ehe aus dem Führungsfahrzeug des Sponsors Autohaus Weinreich das Signal zum scharfen Start erfolgte. Erste Attacken zogen das Feld in die Länge. Mit Maria Janeck, Bernd Lüneburg, Ullus Kabelitz und „Calle“ Sänger waren wir zu viert in der Spitze vertreten. Knapp dahinter folgte die erste Verfolgergruppe in der vor allem die Damen vom BRC Endspurt und SV Kloster Lehnin (Abt. Radkampf) die treibenden Kräfte waren. Doch auch unsere Mareen Höntze und Sarah Hoffmann konnten sich in der Gruppe halten. Im weiteren Rennverlauf wurden alle Attacken in der Führungsgruppe eliminiert, wodurch es dann zum Schlussspurt kam. Mit einem langen Spurt wurde Volker Herbrand (OSC Cyclingteam Potsdam) seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt vor Ulf Schulze (SV Fläming Skate e.V.) und Bodo Resech (SV Kloster Lehnin). Ullus und Bernd mussten sich mit den Plätzen 4. und 5. knapp geschlagen geben.

 

Bei den Frauen setzte sich Sam Sandten (Schindelhauer-Gates) knapp gegen unsere Maria durch. Mit einer späten Attacke aus der Verfolgergruppe sicherte sich Sarah (ebenfalls BSC Süd 05) den 3. Platz. Hand in Hand überquerten Mareen (BSC Süd 05) und Ariane Niendorf (SV Wasserfreunde) die Ziellinie und freuten sich über den 1. und 2. Platz der Damen in der AK 2. Einen souveränen Sieg in der AK 6 (ab 60 Jahre) fuhr Peter Gasterstädt (Hagi Racing Team) ein, gefolgt von Ronald Bertz (BSC Süd 05) und Werner Ziem (Grebser Cyclingteam).

 

Im zweiten Rundstreckenrennen waren alle 46 Starter der AK 3 und 4, darunter sechs Südler, am Start. Auch die etwas Jüngeren sollten ihren Sieger nach 10 Runden á 3 km um das alte Stahlwerk ermitteln. Als Podiumsgarant, aber bisher ohne Sieg im Straßenrennen, sollte Robert Richter (BSC Süd 05) nun endlich mal den großen Pott nach Hause holen. Der scharfe Start erfolgte auch hier auf der Gegengeraden und wurde aus dem Führungsfahrzeug unseres Sponsors Radsport Bert frei gegeben. Wie an einer Perlenkette aufgereiht vergingen die ersten beiden Runden mit Tempo jenseits der 40 km/h, sodass sich wie im ersten Rennen eine größere Gruppe absetzen konnte. Mit Robert, Steffen Bäwert und Martin Vogel hatten wir vorn zwar drei Leute mit drin, doch nach den weiteren schnellen Runden fanden sich Steffen und Martin auch in der Verfolgergruppe wieder, wodurch Robert auf sich allein gestellt war. Somit versuchte er die Attacken mitzugehen, fand sich dann wenig später alleine vor dem Feld wieder. Wenige Runden vor Schluss kamen drei weitere Verfolger hinzu. In der letzten Runde, etwa 500 m vor dem Ziel, attackierte Christoph Achnitz vom Radteam Seidel Luckenwalde. Ziemlich überrascht ging Robert mit und zog den Spurt nach der letzten Kurve an - Achnitz konnte nicht mehr folgen. René Stolle (Maxim Magdeburg) und Sascha Dittfurth (SV Kloster Lehnin, Abt. Radkampf) kamen zwar noch einmal an Robert heran, aber nicht vorbei. So durfte er zum ersten Mal seine Hände in die Luft reißen und den verdienten Sieg feiern. Ja er durfte die Hände hochreißen - konnte aber nicht, weil er sich kräftemäßig wohl vollkommen verausgabt hatte. Das Podium der Männer U 40 (AK 3) komplettierten also Sascha Dittfurth und Christoph Achnitz. Bei den Männern Ü 40 (AK 4) hatte René Stolle, durch seine Attacke mit den Jungspunden, den ersten Platz sicher. Im Spurt der Verfolgergruppe sicherte sich Kay Hoffmann (RSC Großbeeren) vor Thomas Hauff (LKK Racing Team) den zweiten Platz.

 

Auch sollte natürlich wieder dem Nachwuchs die Möglichkeit gegeben werden, sich auf dem Rad  für ein paar Runden „auszutoben“. Konnten wir noch bei den Erwachsenen einen Teilnehmerrekord verzeichnen, so pegelte sich bei den Kinder- und Jugendrennen das Niveau auf das der Vorjahre ein. Aber die 11 Mädchen und Jungen hatten trotzdem Spaß und wurden mit einer Medaille und Urkunde belohnt.

 

Mit dem letzten Rennen des Tages - unterstützt von der Druckerei Henry Bertz - wollten wir etwas Neues probieren – das Ausscheidungsfahren. Es verspricht ein schnelles, impulsives und leicht verständliches Rennen, das für die Zuschauer ein echtes Highlight sein sollte. In jeder Runde schied also der letzte aus, sodass zum Schluss der „Last man standing“ übrig bleibt. Die Übermittlung an die Fahrer, wer ausgeschieden ist, funktionierte nur einmal nicht so wirklich, was dann unserem Robert zum Verhängnis wurde. Grundsätzlich waren wir aber positiv überrascht, dass dieses Rennformat so gut angenommen wurde und alle ihren Spaß dabei hatten – der eine halt 1,1 km und der andere 25,3 km. In einem packenden Finale holt sich Adrian Scholz (SV Kloster Lehnin, Abt. Radkampf) vor Steven Schreiber (LKK Racing) und Philipp Pohl (Grebser Cyclingteam) den Sieg. Im nächsten Jahr werden wir dieses Format noch weiter ausbauen, sodass wir vielleicht sogar die „last woman standing“ oder „last grandpa standing“ ermitteln können.

 

Abschließend möchten wir uns bei allen Sponsoren und Förderern, die zum Gelingen der Veranstaltung vor und hinter den Kulissen beigetragen haben, recht herzlich bedanken. Insbesondere gilt unser besonderer Dank der Brandenburger Bank, die für die nächsten 2 Jahre unsere radsportlichen Aktivitäten in der Region begleiten werden!

 

D.W.

 

Ergebnisse