Friedliche Brüderteams

 

Pfingstmontag – für viele Leute ein toller Familientag. Um also trotzdem irgendwo die geballte Laktatladung zu spüren, starteten die Gebrüder Woelke und Gebrüder Weinreich in der Familienwertung des Paarzeitfahrens auf dem Lausitzring. Nachdem wir letztes Jahr im strömendem Regen den Mountainbike- und Zeitfahrwettbewerb bestritten, hatten wir dieses Jahr nur die Zeitfahrräder und das Dienstfahrzeug des Betreuers Robert dabei.

 

Um den Familientag auch voll auszunutzen starteten Jens, Tino und Dominic schon im Einzelzeitfahren, genauso wie Calle, der durch die Wettkampfbelastung weiter an seiner Form feilt. Als Erster unserer Truppe ging Dominic auf die 17 km – das Training in den letzten Wochen doch recht spärlich und trotzdem wieder einen rausgehauen – 5. Platz Gesamt (1. AK U23) mit einem Stundenmittel von knapp 46 km/h. Der nächste war Calle, der seine Zeit aus dem Vorjahr um über 20 Sekunden, auf 24:26 min verbesserte. Eine Treibjagd bahnte sich im internen Bruderduell der Familie Woelke an, genau eine Minute hatte Tino Vorsprung, ehe sein Bruder Jens auf die Strecke ging. Tinos Ziel war es nicht von Jens überholt zu werden – Jens wollte Tino überholen. Nach zwei von drei Runden war es dann soweit – der Ältere überholte den Jüngeren. Schuld war natürlich das neue Zeitfahrrad von Radsport Bert, nicht Tinos mangelndes Training.

 

Im Paarzeitfahren mussten sich dann die Brüder ausnahmsweise Mal zusammenraffen. Um jegliche Spannungen, die zwischen Geschwistern entstehen können, schon im Vorfeld zu verhindern, erfolgte sogar die Autofahrt getrennt.

 

So starteten Dominic und David dicht gefolgt von Tino und Jens. Davids Hoffnungen, dass Dominic sich im EZF schon einen Stiefel angefahren hatte und der Geschwindigkeits-Kollaps nicht ganz so derb ausfällt, waren schnell verpufft. Die Ablösung von Davids Pseudo-Führung nach dem Start war für ihn so ziemlich das Schönste im ganzen Rennen. Dominic freundete sich scheinbar recht schnell damit an das zweite Einzelzeitfahren des Tages zu fahren, nur mit Lutscher hinten dran. Die Gebrüder Woelke sahen da wesentlich harmonischer aus, wenn auch Jens sich die verbalen Peitschenhiebe Tinos in seiner Führung gefallen lassen musste: „45 – du spinnst doch wohl!“. Trotz kleiner Uneinigkeiten, was die Geschwindigkeit anging, harmonierten die beiden aber erstaunlich gut – ihre Vorjahreszeit konnten sie um eine Minute verbessern!

 

Die Siegerehrung von Tino und Jens verlief, trotz des Kindheitshelden Adi („Mach mit“ MDR) als Moderator, eher ungünstig. Da ein Großteil der Zeitfahrer noch beim Mannschaftszeitfahren unterwegs war, fiel die Beteiligung an der Siegerehrung sehr mau aus. Trotzdem freuten wir uns über den 5. Gesamtplatz im EZF (1. AK U23) für Dominic im Einzel, aber vor allem über den 5. Platz der Familienwertung im PZF von den Gebrüdern Woelke und den Sieg in dieser Wertung von Dominic und David Weinreich.

 

Vielen Dank an Medizintechnik Morscheck, für den fahrbaren Untersatz und Robert als Mädchen für alles!

 

D. W.