Nach dem Buckower Dreieck machten sich die Südler auf den Weg nach Klettwitz zum Lausitzer Oval. Der Lausitz-Marathon bot jedem, vom Inlineskater bis hin zum Mountainbiker, alles was das Sportler-Herz begehrt. Der Wetterfrosch irrte sich ausnahmsweise nicht, leider!

Die Gebrüder Jens und Tino Woelke sowie Calle Sänger (alle BSC Süd 05) waren schon früh in der Lausitz, um bei den Zeitfahrwettbewerben mitzumischen – oder besser mitzuschwimmen. Das Wetter konnte die Favoriten aber nicht hindern, neue Rekorde einzufahren. Marcus Baranski (RG Hamburg) gewinnt das Einzelzeitfahren mit einem Schnitt von 47,5 km/h knapp vor Sascha Dittfurth (SV Kloster Lehnin).

Für die drei Runden (17,14 km) benötigte Carl-Heinz Sänger 24:48 min und wurde 10. in seiner Alterklasse. Mit dem vor ihm gestarteten „Erzrivalen“ im Blick konnte Tino die Siegesserie seines Bruders Jens unterbrechen – er war 9 Sekunden schneller. Trotzdem taten sich beide zum nachfolgenden Paarzeitfahren zusammen. Jens legte die Taktik auf das Ausweichen der Pfützen fest. Nach wenigen Metern über die durch Wasser bedeckte Strecke wurde diese aber aufgegeben, um sich gegenseitig „das Wasser zu reichen“. So konnte wenigstens auf die Trinkflasche verzichtet werden. In der Familienwertung erreichten Jens und Tino den 7. Platz – Glückwunsch!

Steffen Bäwert, Dominic und David Weinreich (alle BSC Süd 05) nahmen die Reise durch das verregnete Brandenburg in die Lausitz erst gegen Mittag auf, da der Start des 4 Stunden-MTB-Marathons um 16 Uhr festgesetzt war. Nach kurzem Abklatschen mit der abreisenden Zeitfahr-Truppe und der Startunterlagen-Prozedur, wurden zum Schutz vor Wind und Regen die Teamfahrzeuge aus Brandenburg und Altlandsberg durch eine Plane verbunden. Im „Planwagen“ konnten wir dann ohne nass zu werden, das Rad mit den Startnummern versehen und die grobe Taktikplanung durchgehen. Durch die MTB-Rennen, die am Vormittag stattfanden, konnten wir schon erahnen, in welchem Zustand sich die Strecke befindet.

Der 4 Stunden-MTB-Marathon wurde im 2er-Team gefahren – einer fuhr die etwa 5 km lange Runde, der andere durfte sich ausruhen. Kurz vor 16 Uhr erfolgte dann der Start.

Wie im Cyclocross-Rennen ging Dominic die erste Runde an – erst einmal volle Lotte drauf los. Trotz Sturz konnte er nach der ersten Runde seinem Partner, Jochen (Velofanatics Altlandsberg), einen großen Vorsprung auf die Zweiten, Thomas Hauff und Andreas Feig ebenfalls Velofanatics Altlandsberg, mitgeben. Jochi setzte noch einen oben drauf und so bauten die beiden ihren Vorsprung Runde für Runde weiter aus. Schon nach zwei Rennstunden konnten sie die an Zweiter Stelle liegenden, Steffen und David, überrunden. Auch weitere Stürze und Umfaller konnten die beiden nicht daran hindern nach vier Stunden souverän den Sieg nach Hause zu fahren.

David ließ es in der ersten Runde etwas entspannter angehen, um sich die bis dahin unbekannte Strecke zu Gemüt zu führen. Der Matsch schmeckte befriedigend, doch der weiche matschige Boden dämpfte beim Verlassen des Rades gut – also perfekte Voraussetzungen für die restlichen Runden.

Mit bahnradüblichem Schleudergriff wechselte David auf seinen MTB-Rennen-jungfräulichen Partner Steffen. Auch er begann zunächst verhalten, um seine Qualitäten im Offroadfahren nicht zu früh offen legen zu müssen. Mit fortgeschrittener Zeit setzte der Spaß langsam ein und die Runden wurden schneller. Vor allem das „Robben“ durch die schlammigsten Teile der Strecke wurde immer ansehnlicher. Trotz allen Bemühungen schaffte es Steffen zum Glück nicht, Davids vertrödelte Zeit aufzuholen, um ihn kurz vor der 4 Stunden-Marke auf noch eine weitere Runde zu schicken.

 

Die neuen Beinlinge aller Starter hielten zwar hartnäckig, doch alle waren glücklich, als sie die Mischung aus Blut, Schlamm und Schweiß von der Haut kratzen durften - denn für die Siegerehrung mussten wir uns ja noch einmal alle schick machen. Dominic und Jochen belegten wie oben schon erwähnt den ersten Platz in der Männerwertung - mit großem Vorsprung auf Steffen und David. Unsere Freunde aus Altlandsberg belegten einen ersten und einen vierten Platz, bei den nicht mehr ganz so jungen Männern.

Uns hat die Veranstaltung großen Spaß gemacht – eine anspruchsvolle Strecke, leckere Verpflegung in den Erholungsphasen und faire Sportsmänner, mit denen man in den Pausen auch mal ein Pläuschchen halten konnte. Vielen Dank an Marco (Velofanatics Altlandsberg), der unsere Erfahrung in Bild fest hielt und sich um die durch den Dreck verursachten Schäden am Rad kümmerte, sowie der Firma Medizintechnik Morscheck für die Bereitstellung des fahrbaren Untersatzes.

 

D.W.