Ausgeschlafen im Land der Frühaufsteher

Nach den ersten zwei Läufen des ADREIKA-Duathlon-Cups und dem 3. Platz in der Gesamtwertung, ging es für Robert Richter in Begleitung durch drei weitere Südler Maria Janeck, Steffen Bäwert und David Weinreich auf den Weg nach Braunsbedra, zum dritten von vier Wertungsläufen. Da auch dieses Jahr wieder die Landesmeisterschaft im Duathlon des Sachsen-Anhaltinischen Landesverbandes ausgeschrieben wurden, konnten wir uns über namenhafte Konkurrenz freuen. Am Vormittag startete die Veranstaltung mit den zahlreichen Nachwuchswettkämpfen, ehe um 13.00 Uhr der Hauptwettkampf mit uns Südlern losging: 5,5 km Laufen – 19,2 km Radfahren – 2,5 km Laufen. Während Maria und Robert als Multi-Talente der Outdoor-Sportarten, selbstverständlich beide Disziplinen alleine absolvierten, beschränkten sich Steffen und David auf die bessere ihrer defizitären Disziplinen, um wenigstens als Duo ein halbwegs gutes Bild abzugeben.

 

Der Start erfolgte auf der Tartan-Bahn des ansässigen Sport-Clubs. Weit unter der 3 min Pace starteten die ersten hundert Meter, ehe sich Bundesligisten, Europa-Cup-Teilnehmer und sämtliche Eliten von der Spreu lösten. Erstaunlicherweise liefen eben diese ihr Tempo weiter, sodass der Abstand zu Robert weiter anstieg. Maria und Steffen hingegen konnten dank ihres gleichmäßigen Tempos einige, die ein zu hohes Tempo angingen, wieder einholen. Als neunter kam Robert mit bereits zwei Minuten Rückstand vom Laufen und wechselte auf seine Parade-Disziplin. Weitere 90 Sekunden später schickte Steffen als fünfte Staffel auf David. Maria kam als vierte Frau von der Laufstrecke und hatte das Podium damit fest im Visier.

 

Beim Radfahren auf der welligen Strecke, konnten alle drei Südler ihre Stärken ausspielen und somit einiges an Zeit gut machen. Robert fuhr bis auf Platz 6 vor und hatte den Sieger der ersten zwei Cup-Läufe im Blickfeld. David versuchte auf der Radstrecke, auch wenn es nur bedingt funktionierte, sämtliche Trainingsbelastungen des aktuellen Jahres nachzuholen und konnte als Vierter mit dem Podium in Reichweite auf Steffen wechseln. Auch Maria drehte trotz des zwar umfangreichen, aber wenig intensiven Training richtig auf. Durch die mit Abstand schnellste Radzeit der Jeder(männer)frauen – hier muss dringend nochmal mit dem Gleichberechtigungsbeauftragten debattiert werden – konnte sie sich bis auf Platz zwei vorarbeiten.

 

Dank der nassen Schwämme, die an der Strecke gereicht wurden, überhitzten die Motoren auf den letzten 2,5 km Laufstrecke nicht. Robert festigte seinen sechsten Platz (1. AK) mit einem starken zweiten Lauf. Steffen musste nochmal ordentlich draufdrücken, um den Podiumsplatz noch zu erreichen. Bis zur Siegerehrung ließ er David auch im Glauben es, aufgrund der verkorksten Radzeit, nicht mehr geschafft zu haben. Am Ende war es aber eine gute Minute Vorsprung, die Steffen noch rauslaufen konnte! Auch Maria festigte mit einem starken Schlusslauf ihren zweiten Platz bei den Jeder(mann)frauen (1. AK).

 

Nach der umfangreichen und für uns sehr zufriedenstellenden Siegerehrung konnten wir also den Heimweg antreten… bis der Zeugwart feststellte, ausgerechnet sein eigenes Vorderrad auf dem Parkplatz liegen gelassen zu haben. Glücklicherweise ist es jemandem aufgefallen - danke an den ehrlichen Finder!