8. Kotzener EZF

 

Rhinsmühlen. Nicht so gut, wie vom veranstaltenden BSC Süd 05 erhofft, war die Beteiligung beim 8. Kotzener Bergzeitfahren als dritte Station des Havelrad-Cups. Von 70 an den Start gegangenen Hobby-Radrennfahrern erreichten 66 Pedaleure nach den in diesem Jahr besonders anstrengenden 12,3 Kilometern über Kotzen wieder das Ziel in Rhinsmühlen. Und Sieger wurde ein Fahrer aus Berlin, den vorher niemand auf dem Zettel gehabt hat. Holger Hoffmann von der NRVg Luisenstadt Berlin gewann trotz starken Kantenwindes auf den letzten Kilometern mit einem Schnitt von fast 45 km/h. Überhaupt kam der Großteil der Angemeldeten aus Berlin, zur Verwunderung von Henry Bertz von der ausrichtenden Radsportabteilung des BSC Süd 05. „Unser Bergzeitfahren, das ja in den beiden Vorjahren trotz Corona stattgefunden hatte, hat sich bei Berliner Fahrern wohl herumgesprochen“, vermutete Bertz. Weitere Starter kamen beispielsweise aus Potsdam, dem Jerichower Land oder Braunschweig und natürlich einige vom ausrichtenden BSC Süd und vom SV Kloster Lehnin.

Sieben Fahrer bleiben unter 18 min.

Da die beiden Sieger der Vorjahre, der Brandenburger Sascha Dittfurth und der Magdeburger Tino Beck der achten Auflage fernblieben, galt Michael Kopf vom Team Bauauf-Lawi- Masters ebenfalls aus der Hauptstadt, laut Bertz als Geheimfavorit. Der Premierenstarter in Kotzen kam mit den in diesem Jahr schwierigen Bedingungen jedoch nicht so gut zurecht, wie Sieger Hoffmann, und belegte am Ende Gesamtplatz fünf. „Es schien zwar größtenteils die Sonne bei Temperaturen von etwa 19 Grad Celsius und die Straßen waren trocken. Aber auf den letzten drei Kilometern wehte ein richtig böiger Kantenwind“, beschrieb Bertz die äußeren Bedingungen. „Wer da unter 18 Minuten blieb – Hut ab“, fügte er an.

Das schafften dann insgesamt nur sieben Pedaleure. Sieger Hoffmann erreichte das Ziel nach beachtlichen 16:28,691 Minuten. Vorjahressieger Beck hatte im Vorjahr mit 16:12 Minuten noch einen neuen Streckenrekord aufgestellt. An das Erreichen dieser Zeit war laut Bertz am Sonntag aber nicht zu denken. Die schnellste Frau des diesjährigen Bergzeitfahrens war Amelie Kolweyh vom zuvor erwähnten Berliner Team Bauauf-Lawi-Masters, die mit ihrer Zeit von 18:42,874 Minuten Gesamtplatz 17 belegte.

Mehr Unterstützung durch BRV.

Bester Fahrer aus der Region war Nicholas Zaher vom BSC Süd 05, der nach 18:55,835 Minuten den 20. Platz erzielte. Insgesamt schickte der Ausrichter zehn Starter ins Rennen, darunter auch der Chef der Radsportabteilung selbst. „Ich habe aus reinem Spaß am Radsport mitgemacht. Und mit 63 Jahren will man ja noch ein bisschen was tun“, schmunzelte Bertz,

der ganz seinem Alter entsprechend Rang 63 belegte. Bertz wünscht sich in Zukunft wieder mehr Starter aus der Region, so wie bei vergangenen Auflagen. Zudem hofft er generell wieder auf eine größere Beteiligung, wie beispielsweise im Vorjahr. 2021 gingen über 100 Teilnehmer den Start. „Ich wünsche mir da auch mehr Unterstützung vom Brandenburgischen Radsportverband (BRV) bei der Werbung auch von kleineren Rennen, wie unserem Bergzeitfahren“, sagte er.

Positives Feedback.

Von den an der achten Auflage Teilgenommenen erhielt der Hauptorganisator aber größtenteils ein positives Feedback und viele Danksagungen für eine gelungene Durchführung. Danke sagen wollte Bertz aber auch seinem eigenen Veranstaltungsteam, das wieder eine tolle Arbeit verrichtet hat. Bevor der BSC Süd 05 mit seinem am 4. September terminierten Barnewitzer Paarzeitfahren das nächste Rennen organisiert, finden zuvor vom 12. bis 14. August die Radkampftage auf dem Lehniner Truppenübungsplatz statt, die der SV Kloster Lehnin veranstaltet.

Jörgen Heller

MAZ