Sieger toppt seine Bestzeit

Tino Beck vom Team Maxim Magdeburg verteidigt Titel aus dem Vorjahr – 87 Pedaleure im Ziel

 

So dass auch alle anliegenden Anwohner über den Kampf gegen die Uhr der Jedermann-Pedaleure am Sonntagvormittag informiert waren, warf der Hauptorganisator Henry Bertz von der Radsportabteilung des BSC Süd 05 am Freitag in jeden Postkasten ein Informationsblatt über das stattfindende 7. Kotzener Bergzeitfahren und die mit sich bringende Streckensperrung. So konnten die exakt 100 gestarteten Protagonisten konzentriert ihre jeweiligen Rennen vornehmen. Am besten machte das Tino Beck vom Team Maxim Magdeburg, der auch in diesem Jahr eine Klasse für sich war und seine Bestzeit aus dem Vorjahr noch einmal um ganze zehn Sekunden verbessern konnte.

Pünktlich um zehn Uhr verließ der erste Radrennfahrer den Startbereich in Rhinsmühlen, ehe ein kräftezehrender Rundkurs über 12,3 Kilometer in Richtung Kotzen über das Hohe Rott, dann weiter nach Nennhausen und zurück bevorstand. In einem Abstand von einer Minute wurden die Fahrer:innen auf die Strecke geschickt. Das Ziel erreichten 87 Teilnehmer und etwa gegen 11.30 Uhr standen alle Sieger der jeweiligen Altersklassen fest.

Auf den ersten Kilometern berichteten die Gestarteten dem Radsport-Abteilungsleiter Bertz über einen unangenehmen Kantenwind von vorne rechts. Der war aber nicht stark genug, dass er die Fahrer auf den letzten Kilometern unterstützte. Bei dem gefürchteten Anstieg zum Hohen Rott mit Steigungen bis zu zwölf Prozent trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Und bei dem „U-Turn“ vor Nennhausen kam es glücklicherweise nur zu einem Sturz, als ein Fahrer mit zu hoher Geschwindigkeit ankommend die Kurve auf der engen Straße nicht bekam und sich auf den Hosenboden setzte. Zum Glück konnte der aber weitermachen. „Auch insgesamt kam es in diesem Jahr glücklicherweise zu keinen bösen Stürzen“, meinte Bertz erleichtert.

Kommen wir zuerst zur Gesamtwertung. Hier war wie im Vorjahr der Magdeburger Tino Beck nicht zu schlagen, nachdem er im Vorjahr mit einer Zeit von 16:22 Minuten gewann, toppte der 52-jährige Anhaltiner seine eigene Zeit in diesem

Jahr noch einmal um zehn Sekunden. „Dass muss man sich mal vorstellen, Tino Beck fuhr in seinem Alter mit einem unglaublichen Schnitt von knapp 46 km/h“, schwärmte Bertz nach diesem Coup. Da Sascha Dittfurth vom Team Radkampf Brandenburg in diesem Jahr nicht mitfuhr, fehlte Tino Beck ein ernstzunehmender Konkurrent. Dafür zeigte Norman Badorrek vom Grebser Cycling Team eine starke Leistung, der 23 Sekunden langsamer war, als der Triumphator, und damit achtbarer Gesamtzweiter wurde.

Insgesamt 14 Fahrerinnen nahmen in diesem Jahr das Bergzeitfahren auf sich. Siegerin wurde Sam Santhen vom Team „Die Fahrrad-Kette“, die mit 18:25 min, den 18. Platz einnahm. In der Altersklasse 3 (18 bis 39 Jahre) ist die Leistung von Martin Vogel vom BSC Süd 05 hervorzuheben, der in die AK mit den meisten Startern den fünften Platz belegte. In der AK 6 (60 Jahre aufwärts) wurde Jan Greve vom Ausrichter starker Zweiter. Der Pedaleur vom BSC Süd 05 war mit 72 Jahren auch der älteste Teilnehmer der siebten Auflage.

Am Ende war das Veranstaltungsteam hoch zufrieden mit der Durchführung des Bergzeitfahrens, das die zweite Station des Havelrad-Cups 21 bildete. „Wir erhielten viel positive Resonanz nach dem Zeitfahren“, weiß Bertz zu berichten. Viele Fahrer habe die 20 Euro Pfand für die Transponder nicht zurückgefordert und sie dem Verein als Spende und Dankeschön für das hervorragende Rennen überlassen. „Ein großes Dankeschön an das gesamte Helferteam unserer Radsportabteilung insbesondere an Angela und Bernd Leyrer. Beide haben als Urlaubsvertretung die Arbeit im Organisationsbüro das erste Mal übernommen und mit Bravour gemeistert“, wollte Henry Bertz noch loswerden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Jörgen Heller

Sportpauschalist